• Für Arnd Peiffer war es ein Jubiläumssieg im Biathlon-Weltcup.
  • Der Olympiasieger wunderte sich nach seinem Massenstart-Coup über sich selbst.
  • Zufrieden war auch sein Teamkollege.

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Olympiasieger Arnd Peiffer hat im Biathlon-Weltcup für den ersten deutschen Sieg in diesem Winter gesorgt. Der 33-Jährige setzte sich am Sonntag im Massenstart von Hochfilzen nach fehlerfreiem Schießen mit einem Vorsprung von 1,3 Sekunden vor dem Schweden Martin Ponsiluoma (ein Fehler), dem Norweger Tarjei Bö (1) und seinem Teamkollegen Benedikt Doll (1) durch. Nach zwei Strafrunden kam Erik Lesser mit einem Rückstand von 64,4 Sekunden auf Platz 17.

Für Ex-Weltmeister Peiffer war es der zehnte Weltcupsieg der Karriere und der erste überhaupt im Massenstart. Erstmals war Peiffer im März 2009 im russischen Chanty-Mansijsk im Weltcup erfolgreich gewesen und hatte einen Sprint-Wettkampf für sich entschieden.

"Ich freue mich, weil es mein erster Massenstartsieg ist. Ich habe nicht unbedingt geglaubt, dass ich das in meiner Karriere noch einmal schaffe", sagte Peiffer in der ARD. "Deswegen waren die Emotionen vielleicht auch ein bisschen mehr, als man das von mir gewohnt ist."

Doll verhilft Peiffer mit klugem Schachzug zum Sieg

Seinem Teamkollegen Doll fehlten auf Platz vier 2,4 Sekunden zum Podium. Doch der Schwarzwälder hatte seinen Anteil am ersten deutschen Sieg in diesem Winter. "Beim Anstieg habe ich gemerkt, dass wir ein bisschen die Lücke zumachen und dann hatte ich ein bisschen Angst, dass wir am Ende beide übersprintet werden. Dann habe ich gesagt, ok dann mache ich jetzt mal ein bisschen langsam und bremse die hinter mir aus. Da konnte Arnd, glaube ich, noch mal ein paar Sekunden mitnehmen", sagte Doll über eine der entscheidenden Szenen im 15-Kilometer-Rennen mit viermal Schießen.

Vor einer Woche noch hatte der Schwarzwälder mit seiner deutlichen Materialkritik für Wirbel gesorgt. "Das Material war ausgezeichnet, ich war sehr, sehr zufrieden und dann läuft man auch ganz anders mit. Das hat schon Spaß gemacht", sagte Doll nun.  © dpa

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