• Daniela Maier hat im Skicross nach einem Nervenkrimi Bronze gewonnen.
  • Die Deutsche war ursprünglich als Vierte ins Ziel gekommen, doch die drittplatzierte Schweizerin Fanny Smith wurde nachträglich disqualifiziert.
  • Sowohl Maier als auch Smith zeigen sich unglücklich über die Entscheidung der Schiedsrichter, die sich lange Zeit gelassen hatten.

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Daniela Maier gewinnt die Bronze-Medaille im Skicross für Deutschland. Ursprünglich war die 25-Jährige aus Vöhrenbach als Vierte ins Ziel gekommen, doch weil die Schiedsrichter bei der Drittplatzierten Fanny Smith irreguläres Verhalten auf der Piste festgestellt hatten, wurde Maier schlussendlich doch die Bronze-Medaille zugesprochen.

Die Jury ließ sich für ihr Videostudium lange Zeit, es waren sehr bange Minuten im Ziel. Und sowohl Smith als auch Maier hatten nach der Entscheidung noch Diskussionsbedarf. Maier will den dritten Platz erst einmal gar nicht wahrhaben, hatte offenbar keinen Regelbruch bei ihrer Konkurrentin feststellen können. Auch Smith diskutiert. In der ARD hört man die Schweizerin flehen: "Sie (Maier, Anm. d. Red.) sagt doch selbst, dass es unfair ist." Doch die Entscheidung der Jury bleibt stehen.

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"Es war ein spannender Krimi, Dani ist super gefahren. Es ist die Medaille. Da fragt morgen kein Mensch, wie die zustande gekommen ist", sagte der sportliche Leiter Heli Herdt in der ARD. "Fanny hat durch ihr Manöver auf der Zielgeraden die Gelbe Karte bekommen. Es gibt ein relativ klares Regelheft. Wenn einer Fahrerin Absicht unterstellt werden kann und die Fahrt einer anderen deutlich verlangsamt wird, dann ist das eine Gelbe Karte."

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