Die DFB-Frauen stehen im Viertelfinale des Olympia-Turniers vor einer schweren Aufgabe. Um sie zu lösen, muss die Einstellung stimmen. An der jedoch zweifelt eine frühere Torjägerin der DFB-Elf. Ihre Kritik fällt deutlich aus.
Die langjährige Nationalspielerin Inka Grings hat die deutschen Fußballerinnen für die bisherigen Leistungen bei den Olympischen Spielen scharf kritisiert. "Es klingt hart, und ich begrüße voll und ganz die positive Entwicklung im Profifußball bei den Frauen, aber der einen oder anderen geht es vielleicht zu gut", schrieb die frühere Torjägerin in ihrer Kolumne für das Nachrichtenportal t-online. Die Mannschaft sei "auf internationalem Top-Niveau limitiert". Sie vermisse, schrieb Grings, "eine gewisse gierige Mentalität, die ich nicht bei jeder Spielerin sehe. Jede Einzelne sollte sich da hinterfragen."
Im Viertelfinale wartet der Olympiasieger auf die DFB-Frauen
Das Team des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) spielt am 3. August (19:00 Uhr/ZDF und Eurosport) in Marseille im Viertelfinale gegen den Tokio-Olympiasieger Kanada. In der Vorrunde besiegte die Mannschaft von Trainer Horst Hrubesch Australien 3:0 und Sambia 4:1, gegen die USA gab es hingegen ein 1:4.
"Als Titelverteidiger werden sie ein maximal ekliger Gegner werden."
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Grings, selbst Bronzemedaillen-Gewinnerin 2000, vermutet, Deutschland brauche "einen verdammt guten Tag", um gegen Kanada weiterzukommen. "Auch ohne die wegen des Drohnen-Eklats gesperrte Cheftrainerin Bev Priestman überzeugt das Team – und steht verdient im Viertelfinale. Kanada ist laufstark, kampfstark und extrem torgierig. Als Titelverteidiger werden sie ein maximal ekliger Gegner werden." (sid/hau)