Er will etwas kürzertreten, aber sich nicht komplett von seinem Sport entfernen: Iker Casillas kehrt nach einem Herzinfarkt im Mai vorerst nicht auf den Rasen zurück. Die spanische Torwart-Legende rückt ins Trainerteam auf.

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Die spanische Torwart-Legende Iker Casillas wird nach seinem Herzinfarkt von Anfang Mai offenbar vorerst nicht auf das Spielfeld zurückkehren. Der 38-Jährige werde einen Posten in der Mannschaftsleitung übernehmen, "während er sich von den gesundheitlichen Problemen erholt", teilte der portugiesische Erstligist am Montag mit.

"Ich werde etwas anderes machen als das, was ich normalerweise gemacht habe, nämlich auf dem Spielfeld zu sein", sagte Casillas. "Ich werde mein Bestes geben, um meinen Teamkollegen zu helfen." Ob dies das endgültige Karriereende bedeutet, blieb offen.

Iker Casillas verlängerte erst im März seinen Vertrag beim FC Porto

Erst im März hatte Casillas seinen auslaufenden Vertrag bei dem Fußball-Traditionsclub vorzeitig verlängert. Mit der Mannschaft konnte er in der Saison 2017/18 sowohl die portugiesische Meisterschaft als auch den Supercup gewinnen.

Casillas war im Mai knapp eine Woche nach dem Infarkt wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Damals hatte der langjährige Keeper von Real Madrid bereits erklärt: "Ich weiß nicht, wie meine Zukunft aussehen wird."

Klub-Arzt: Casillas hatte "Glück im Unglück"

Porto-Clubarzt Nelson Puga sagte, der Profi habe "Glück im Unglück" gehabt, weil der Infarkt sich während des Trainings ereignete und er schnell ins Krankenhaus gebracht werden konnte, wo ihm ein Stent eingepflanzt wurde.

Bis 2015 spielte Casillas viele Jahre erfolgreich bei Real Madrid und gewann mit dem Rekordmeister unter anderem dreimal die Champions League, fünfmal die spanische Meisterschaft und zweimal den spanischen Pokal. Mit der spanischen Nationalmannschaft wurde Casillas als Mannschaftskapitän zweimal Europameister und 2010 Weltmeister.  © dpa

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