Beim übermächtigen FC Barcelona verpasst Eintracht Frankfurt trotz großer Gegenwehr einen Coup und muss seine Champions-League-Träume begraben. Dazu kommt aber auch noch eine Hiobsbotschaft, die den Spielerinnen aufs Gemüt schlägt.

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Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt haben das Viertelfinale der Champions League vorzeitig verpasst.

Das Team von Trainer Niko Arnautis verpasste eine Überraschung beim FC Barcelona und unterlag dem Titelverteidiger mit 0:2 (0:1). Kapitänin Patri Guijarro (19. Minute) und Caroline Hansen (73.) trafen für die Auswahl um Weltfußballerin Aitana Bonmatí.

Blitzsaubere Bilanz des FC Barcelona

Die Frankfurterinnen können damit am letzten Spieltag gegen den FC Rosengard aus Schweden am 31. Januar Benfica Lissabon nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz der Gruppe A verdrängen. Barcelona landete den fünften Sieg im fünften Spiel und hat in dieser Königsklassen-Saison bisher nur den einen Treffer durch Eintracht-Nationalstürmerin Laura Freigang beim 1:3 im Hinspiel kassiert.

Vor 4.842 Zuschauern im Estadi Johan Cruyff - darunter 300 mitgereiste Eintracht-Fans - mussten die Frankfurterinnen viel hinterherrennen, ließen aber zunächst kaum Chancen zu. Nach einem Fehler im Spielaufbau fiel das 0:1. Nach einer halben Stunde musste Arnautis zudem die verletzte Géraldine Reuteler vom Platz nehmen.

Laura Freigang vergibt die beste Chance der Eintracht

Nach der Pause ersetzte Cara Bösl die zuletzt erkältete Stina Johannes im Frankfurter Tor und rettete gleich gegen Bonmati. Lucy Bronze köpfte dann an den Pfosten. Freigang vergab in der 57. Minute die beste Chance für die Hessinnen, ehe Hansen traf.

Das Viertelfinale verspielt haben die Eintracht-Frauen, bei denen auch Tanja Pawollek mit einer Knieverletzung raus musste, durch das 0:1 in und das 1:1 gegen Lissabon. Die Chance auf ein Weiterkommen hat noch der deutsche Meister FC Bayern München am 30. Januar gegen Paris Saint-Germain. Der letztjährige Finalteilnehmer VfL Wolfsburg hatte die Gruppenphase verpasst.

Kapitänin Tanja Pawollek fehlt monatelang mit einem Kreuzbandriss

Zu allem Überfluss müssen die Frankfurterinnen den monatelangen Ausfall ihrer Kapitänin Tanja Pawollek verkraften. Die Mittelfeldspielerin erlitt einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie, teilte die SGE am Tag nach der Partie in Barcelona mit. Nach der Rückreise wird die 25-Jährige "zeitnah operiert".

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"Wir sind sehr, sehr traurig über die schockierende Diagnose", sagte Cheftrainer Niko Arnautis: "Als Team werden wir den Ausfall kompensieren und nun auf dem Platz auch für unsere Kapitänin spielen." Im sozialen Netzwerk X kommentierte der Klub die "unfassbar traurige Nachricht" aufmunternd: "(...) Wir wissen, dass du dich zurückkämpfen wirst, Kapitänin!"

Tanja Pawollek erlitt bereits 2021 einen Riss des Kreuzbandes

Für Pawollek ist es bereits der zweite Kreuzbandriss ihrer Karriere. Den ersten hatte sich die polnische Nationalspielerin beim DFB-Pokalfinale 2021 im linken Knie zugezogen. (dpa/sid/hau)

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