Türkei unter Erdogan

In der Türkei wird nach dem Willen der Regierungspartei AKP unter Recep Tayyip Erdogan ein Präsidialsystem eingeführt. Das Referendum dazu hatte Erdogan gewonnen. Die beiden Oppositionsparteien im Parlament - die Mitte-Links-Partei CHP und die pro-kurdische HDP - warnen vor einer "Diktatur". Auch in der EU wird Erdogans Machtzuwachs aufgrund radikaler Maßnahmen nach dem gescheiterten Putsch vom 15. Juli 2016 mit Sorge beobachtet. Im Raum steht auch die Wiedereinführung der Todesstrafe. Hierzu gibt es bereits eine klare Absage der deutschen Politik über ein mögliches Referendum in Deutschland. Trotz des Zerwürfnisses bittet die Türkei Deutschland um wirtschaftliche Aufbauhilfe. Nach der Verhaftung des Journalisten Deniz Yücel sowie der Festnahme des Menschenrechtlers Peter Steudtner unter dem Vorwurf des Terrorverdachts, hat sich die Beziehung zwischen Deutschland und der Türkei nochmals deutlich abgekühlt. Die diplomatische Krise zwischen Deutschland und der Türkei spitzt sich mit einem verschärften Reisehinweis des Auswärtigen Amtes für die Türkei zu. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verglich die Türkei bereits mit der DDR.

In Deutschland hat die Parlaments- und Präsidentenwahlen für im Ausland lebende Türken begonnen.

Der Wahlkampf in der Türkei nimmt eine überraschende Wende: Die Opposition setzt die Themen, die Regierung gerät in die Defensive. Ist es denkbar, dass Präsident Erdogan am 24. Juni verliert?

In Deutschland darf Präsident Erdogan keinen Wahlkampf betreiben, das hat die Bundesregierung verboten. Nun tritt er in Sarajevo auf. Tausende Türken aus Deutschland werden zu seiner Rede erwartet.

Bei einem Messerangriff auf einen Wahlkampfstand sind in der Türkei fünf Mitglieder der oppositionellen Iyi-Partei verletzt worden. Einer musste operiert werden. 

Bei der Präsidentenwahl in der Türkei schickt die größte Oppositionspartei CHP den langjährigen Abgeordneten Muharrem Ince gegen Amtsinhaber Recep Tayyip Erdogan ins Rennen.

Die Zeitung "Cumhuriyet" ist der türkischen Regierung schon lange ein Dorn im Auge. Am Mittwochabend endete der Prozess gegen führende Mitarbeiter des Blattes. Das Gericht zeigte sich von der Kritik aus dem In- und Ausland nicht beeindruckt. Und doch gibt es für den verurteilten Herausgeber eine Überraschung.

Die deutsch-türkischen Beziehungen stehen vor einer neuen Zerreißprobe. Heiko Maas und Mevlüt Cavusoglu wollen die Wogen glätten.

Vor 25 Jahren starben bei einem Brandanschlag von Rechtsextremisten in Solingen fünf Menschen türkischer Abstammung. Zum 25. Jahrestag hält der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu dort eine Rede. Grüne und Linke halten das für ein Wahlkampfmanöver.

Die Bundesregierung hat erneut bekräftigt, keine Wahlkampfauftritte türkischer Regierungsvertreter in Deutschland zulassen - es drohen neue Spannungen mit der Türkei. Richtungsweisend dürfte ein heutiges Treffen von Außenminister Heiko Maas mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu sein. Wien hat den Zorn Ankaras bereits zu spüren bekommen.

Recep Tayyip Erdogan ist längst der einzige, der in der Türkei das Sagen hat. Nicht umsonst nennen ihn viele Beobachter unumwunden einen Diktator. Dennoch hat der türkische Präsident für Ende Juni weit vorgezogene Neuwahlen angesetzt. Warum hat er es so eilig?

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wird voraussichtlich nicht vor den Wahlen am 24. Juni zu einem Besuch nach Deutschland kommen. Es gebe dafür keine konkrete Planungen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag.

Etwa 1,4 Millionen Türken in Deutschland werden voraussichtlich im Juni an die Wahlurnen gerufen. Im Wahlkampf gilt ein Auftrittsverbot für Präsident Erdogan und seine Regierung. Bedeutet das neuen Ärger für die deutsch-türkischen Beziehungen?

Immer wieder hat die türkische Regierungspartei AKP Gerüchte über Wahlen vor dem geplanten Termin 2019 zurückgewiesen. Nun will Erdogan doch vorzeitig wählen lassen - und zwar schon im Juni.

Nur knapp zwei Monate nach der Freilassung von Deniz Yücel in der Türkei wird gegen einen weiteren Deutsch-Türken Haftbefehl erlassen. Reporter ohne Grenzen geht von einer langen Inhaftierung aus.

In der Türkei soll ein weiterer deutscher Staatsbürger festgenommen worden sein. Die bis zum Dezember in der Türkei inhaftierte Journalistin Mesale Tolu schrieb am Freitag auf Twitter, Adil Demirci "ist sowohl türkischer als auch deutscher Staatsbürger und war nur zum Urlaub in der Türkei". 

Weil sie zwei Journalisten rechtswidrig in Untersuchungshaft behalten hat, hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte die Türkei verurteilt. 

Seit August sitzt ein 73-jähriger Deutscher in der Türkei unter Terrorverdacht in U-Haft, eine Anklageschrift liegt nicht vor. Die Familie ist verzweifelt - und macht den Fall nun publik.

In den zähen Streit zwischen Ankara und Brüssel über Visafreiheit für Türken in der EU kommt offenbar Bewegung, wie die Tageszeitung "Die Welt" (Mittwoch) meldet.

In der Türkei ist ein weiterer, aus politischen Gründen inhaftierter Deutscher freigelassen worden. 

Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt am Donnerstagnachmittag den türkischen Premierminister Binali Yildirim. Es ist ein wichtiger Staatsbesuch im Angesicht der zahlreichen Streitpunkte zwischen Deutschland und der Türkei. 

Seit dem Einmarsch der Türkei in die syrischen Kurdengebiete nehmen die Spannungen zwischen den USA und der Türkei zu. Könnte die Lage zwischen den Nato-Verbündeten eskalieren?

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat Baschar al-Assad als "Mörder" bezeichnet. Direkte Gespräche mit dem syrischen Machthaber schließt er kategorisch aus.

Mittlerweile sind die Kämpfer der Freien Syrischen Armee (FSA) zu einem korrupten Söldnerhaufen geworden. Warum baut die Türkei bei ihrer Invasion in Syrien trotzdem auf FSA-Unterstützung?

Die Türkei führt eine Militäroperation gegen kurdische Milizen in Nordwestsyrien durch. Kritik erntet die Türkei von den USA. Der türkische Staatspräsident beteuert, dass keine Zivilisten zu Schaden kämen.

Tausende Menschen sind auf der Flucht aus der kurdischen Enklave Afrin. Trotzdem will Ankara die "Operation Olivenzweig" in Nordsyrien noch ausweiten. Das sorgt international für Besorgnis.

Die syrische Region Afrin blieb vom Krieg verschont, Wirtschaft und Verwaltung funktionieren. Trotzdem will der türkische Präsident Erdogan sie "befreien". Dahinter steckt wohl ein Deal mit Putin und Assad.

Nach den Luftschlägen vom Samstag greift die Türkei Syrien jetzt auch mit Bodentruppen an. Die Militäroperation zielt auf die Kurdenmiliz YPG. 

Der türkische Präsident Erdogan plant eine Militäroffensive in Syrien. Er riskiert, dass die Lage dort eskaliert - und er gleich zwei Großmächte gegen sich aufbringt.

Der in der Türkei inhaftierte "Welt"-Journalist Deniz Yücel sagt, er wolle auf keinen Fall mit Hilfe "schmutziger Deals" freikommen. Er reagiert damit auf eine Aussage von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel, die Yücels Entlassung und Rüstungsgeschäfte in Zusammenhang gestellt hatte. Gabriel sieht sich falsch verstanden. 

Selbstbewusst, konservativ und erfahren: Die türkische Politikerin Meral Aksener will bei der nächsten Präsidentschaftswahl gegen Recep Tayyip Erdogan antreten. Wer sie ist, wofür sie steht - und ob sie dem Präsidenten gefährlich werden kann.

Die Türkei hat als Reaktion auf die Einstufung als riskantes Reiseland durch das US-Außenministerium eine Reisewarnung für die USA erlassen.

Zahlreiche Journalisten sitzen in der Türkei in Haft. Dennoch hat Präsident Recep Tayyip Erdogan sein Land für dessen Pressefreiheit gerühmt. 

Der seit mehr als zehn Monaten ohne Anklage in der Türkei inhaftierte "Welt"-Korrespondent Deniz Yücel hat sich selber als "Geisel" bezeichnet. 

Cavusoglu: Türkei will Beziehungen zu Deutschland normalisieren.

Kurswechsel oder Kalkül? Vor einigen Monaten warf der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan der deutschen Regierung „Nazi-Methoden“ vor, nun stimmt er plötzlich milde Töne an. Eine Expertin sagt, die freundliche Rhetorik sei mit Vorsicht zu genießen.

Die nationalistische türkische Organisation "Osmanen Germania BC" soll in Deutschland als Handlanger Erdogans fungieren. Sicherheitsbehörden sind alarmiert. Die rockerähnliche Gruppe fällt durch Krawalle, Drohungen und Waffenkäufe auf. Auch Jan Böhmermann soll bereits ins Visier der Schlägertruppe geraten sein.

Ein Experte meint, der Fall Peter Steudtner zeige, dass sich der türkische Präsident im typischen Angstzustand eines Diktators befinde.

Der deutsche Menschenrechtler Peter Steudtner kommt nach mehr als drei Monaten U-Haft in der Türkei frei, die Bundesregierung regiert erfreut.

Elf Menschenrechtsaktivisten stehen ab heute in der Türkei vor Gericht, darunter der deutsche Fotograf Peter Steudtner, die Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International, Idil Eser, und Vorstandsmitglied Taner Kiliıç. Der türkische Staat wirft ihnen vor, Terroristen zu unterstützen - worauf bis zu 15 Jahre Haft stehen. Türkei-Expertin Marie Lucas von Amnesty International über ein Verfahren, das sie "absurd" und "politisch motiviert" nennt. 

Ein weiterer deutscher Staatsbürger ist auf Betreiben der Türkei im Ausland festgenommen worden. Das berichten WDR, NDR und die "Süddeutsche Zeitung". Die Festnahme des aus Köln stammenden Mannes erfolgte demnach im Juli von Interpol in der Ukraine.

Im Visastreit mit den USA legt sich die Türkei einmal mehr mit einem übermächtigen Gegner an. Ein gefährlicher Weg – denn Recep Tayyip Erdogan bleiben nicht mehr viele politische Freunde auf der Welt. Nicht nur mit Deutschland hat er es sich verscherzt – der türkische Präsident führt sein Land zunehmend in die Isolation.

Wer in die Türkei reist, soll sich das sehr sorgfältig überlegen, rät das Auswärtige Amt. Nun hat sich erneut bewahrheitet, dass das Risiko, ins Visier der Justiz zu geraten, schwer zu kalkulieren ist.

Der türkische Außenminister Cavusoglu greift nach der Festnahme zweier Deutscher in Antalya die Bundesregierung scharf an. Bei den beiden Personen habe es sich um "Putschisten" gehandelt. Deswegen sei die Inhaftierung rechtmäßig. Berlin solle sich zudem auf einem weiteren Grund aus dem Fall heraushalten. 

Wieder sind zwei Deutsche in der Türkei festgenommen worden - vermutlich aus politischen Gründen. Oppositionspolitiker fordern ein hartes Vorgehen gegen den türkischen Präsidenten, den Grünen-Chef Özdemir "Geiselnehmer" nennt. SPD-Kanzlerkandidat Schulz bringt harte Konsequenzen gegen die Türkei ins Gespräch.

Deniz Yücel sitzt seit 200 Tagen in der Türkei in Haft. Mit der Festnahme von zwei weiteren Deutschen steigt die Zahl der Betroffenen. Die Bundesregierung versichert: Sie tue alles, was sie könne. Die Opposition findet hingegen deutliche Worte.

Zehn Deutsche hat die Türkei inzwischen aus politischen Gründen inhaftiert. Eine förmliche Reisewarnung des Auswärtigen Amts gibt es für das Land bisher nicht. Minister Gabriel rät in einem Interview von Urlaubsreisen dorthin aber ab.

Recep Tayyip Erdogan attackiert die Bundesregierung und insbesondere Außenminister Sigmar Gabriel scharf. Laut Nahost-Experte Dr. Udo Steinbach ist das bevorstehende Superwahljahr in der Türkei ein maßgeblicher Grund für die jüngsten Scharmützel.

Die Türkei hat beim Streit um Besuche von Bundestagsabgeordneten auf dem Nato-Stützpunkt Konya eingelenkt. Im September soll eine Delegation von sieben Abgeordneten den Stützpunkt besuchen. 

Die Fluggesellschaft Eurowings hat am Samstag den geplanten Abflug einer Maschine in die Türkei gestrichen. Der angebliche Grund für die Streichung: Der Pilot des Flugzeuges wollte aus Angst um sein Leben nicht in die Türkei fliegen.

Überraschende Entwicklung im deutsch-türkischen Streit: Die türkische Regierung zieht die Terrorliste, auf der 681 Firmen und Einzelpersonen standen, zurück. Es habe sich um ein Missverständnis gehandelt, heißt es aus Ankara.