Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat am Dienstag zeitweise an der Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion teilgenommen. Bei dem Gespräch sollte es nach Angaben von FDP-Fraktionschef Christian Dürr unter anderem um die geopolitische Lage und die wirtschaftliche Situation in Deutschland gehen. Die Initiative zu dem Besuch war nach FDP-Angaben von der Fraktion ausgegangen.

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Zwischen Scholz und dem liberalen Koalitionspartner gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Dissonanzen. So befürwortet die FDP-Fraktion die Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern an die Ukraine, was Scholz ablehnt. Auch der Widerstand der FDP gegen die EU-Lieferkettenrichtlinie, der zunächst eine Einigung in Brüssel verhindert hatte, dürfte dem Kanzler nicht gefallen haben.

Scholz wurde von den Abgeordneten mit Beifall begrüßt. Ganz harmonisch war der Auftakt allerdings nicht. Scholz rauschte zunächst an Dürr vorbei, der ihn am Eingang des Sitzungssaales begrüßen wollte. Offenbar hatte der Kanzler den Fraktionschef im Gewimmel von Kameraleuten und Fotografen nicht gesehen.

An diesem Durcheinander störte sich die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die schärfste Verfechterin von Taurus-Lieferungen an die Ukraine. "Was ist los? Leute, gibt's was?", entfuhr es der FDP-Frau.  © dpa

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