Das Wetter in Deutschland war im Februar vor allem eins: Kalt. Auch in den kommenden Tagen ist kein Anstieg der Temperaturen zu erwarten. Aller Voraussicht nach wird es sogar noch frostiger. Die ersten Prognosen für den März klingen auch eher nach sibirischem Winter denn nach mitteleuropäischem Frühling.

Der Februar zeigt Deutschland bislang die kalte Schulter. "Während Dezember und Januar deutlich zu mild ausgefallen sind, ist der Februar kälter als im langjährigen Durchschnitt", so Diplom Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Heftigste Kältewelle des gesamten Winters

Ein Ende der niedrigen Temperaturen ist aktuell auch nicht absehbar - ganz im Gegenteil.

Denn wie der Wetterexperte prognostiziert "steht uns ab dem kommenden Wochenende noch einmal eine Kältewelle ins Haus. Nach den Berechnungen aller führenden Wettermodelle könnte das sogar die bisher strammste Kältewelle des gesamten Winters werden", so Jung. "Wir erwarten für einige Tage am Stück nahezu im gesamten Land Dauerfrost."

Gut ersichtlich wird dies anhand von sogenannten Ensemble-Vorhersagen. Bei solchen Vorhersagen werden mehrere unterschiedliche Wetter-Szenarien prognostiziert und miteinander in Verbindung gesetzt (genauere Informationen dazu finden Sie hier).

"Nahezu alle Berechnungsläufe sehen die Kälte. Das sieht man an der engen Bündelung der Temperaturkurven in der nachfolgenden Grafik", so Jung.

Besonders kalt wird es demnach ab kommenden Sonntag. In der Nacht und den frühen Morgenstunden liegen die Temperaturen laut Diplom-Meteorologe Jung dann "verbreitet bei unter minus 10 Grad".

In höheren Schneelagen sind demnach bis zu -20 Grad und kälter möglich. Auch tagsüber bleiben die Temperaturen bei Werten von -8 bis maximal 1 Grad frostig.

Kalte Aussichten für den März

Theoretisch sollte es mit dem Winterwetter in Deutschland bald aber vorbei sein. Denn am 1. März beginnt aus meteorologischer Sicht der Frühling.

Tatsächlich sieht Jung zum Start des neuen Monats einen leichten Rückgang der Kälte, "aber mit Werten von nur knapp über 0 Grad dürften auch in der ersten Märzwoche kaum Frühlingsgefühle aufkommen".

Wer auf einen langfristigen Temperaturanstieg im März gehofft hat, könnte allerdings enttäuscht werden. Denn laut den Berechnungen der amerikanischen Wetterbehörde "National Oceanic and Atmospheric Administration" (NOAA) wird auch der März kälter als normal.

"Vor rund 10 Tagen wurde noch ein durchschnittlich bis leicht zu kalter März berechnet", so Jung. "Nun könnte der Monat sogar deutlich kälter als normal ausfallen. Derzeit ist von 1 bis 2 Grad unter dem langjährigen Durchschnitt die Rede."

Ob Deutschland damit tatsächlich ein Märzwinter droht und wie lang die unterdurchschnittlichen Temperaturen anhalten, lässt sich anhand des Klimatrends allerdings nicht verlässlich vorhersagen.

(thp)