Das winterliche Wetter meldet sich zum Wochenende zurück. Doch davor muss erst einmal Sturm "Walter" überstanden werden. Hier erfahren Sie, wo Sie am Donnerstag im Verlauf des Tages im Freien aufmerksam sein sollten.

Das aktuelle Hochdruckgebiet weicht im Verlauf des Donnerstags einem Sturmtief, welches von der Norwegischen See aus Richtung Nordwest nach Deutschland zieht.

Während es in der Südhälfte Deutschlands noch sonnig ist, beginnt der Tag im Norden und Westen unter einer teils dicken Wolkendecke. Die Temperaturen erreichen 3 Grad in Teilen Bayerns und bis zu 10 Grad entlang des Rheins.

Sturm "Walter" zieht nach Deutschland

Im weiteren Verlauf des Tages nimmt hier der Wind erheblich zu und Tief "Walter" entwickelt "Sturmböen an der See und im Bergland, später mit stürmischen Böen auch im Flachland des Westens und Nordens", wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.

"Da sollte man gerade auf den Weihnachtsmärkten vorsichtig sein und prüfen, ob auch alle Bäume und Buden gut befestigt sind", betont Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Aktuelle Vorab-Warnungen und Sturm-Warnungen des DWD - Stand 00:09 Uhr:

Unwetter-Warnungen des DWD Stand 00:09 Uhr: Warn-Stufe 1 (gelb), Warn-Stufe 2 (orange), Warn-Stufe 3 (rot), Warn-Stufe 4 (lila). Grün: keine (Vorab-)Warnung.

Im Südosten wird es nicht ganz so stürmisch, zumindest nicht im Flachland. Denn in höheren Berglagen muss durchaus mit Sturmböen gerechnet werden.

Nach abgeklungenem Sturm erreicht in der Nacht zu Freitag teils kräftiger Regen auch die Südosthälfte, Schnee fällt zunächst nur in den Hochlagen der Mittelgebirge. Doch das ändert sich zum Wochenende.

Kräftiger Regen, dann Schnee

Denn "hinter Walter fließt auf seiner Rückseite sehr kalte Luft aus Nordwesten nach Deutschland", erklärt Jung. "Damit sinkt die Schneefallgrenze in der Nacht zum Freitag bis in tiefe Lagen ab."

Bis hinunter auf 200 Meter schneit es dann in teils "kräftigen Schauern bis ins Tiefland", so der DWD. An den Mittelgebirgen und den Alpen kann es auch längere Zeit schneien.

Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 0 Grad im höheren Bergland und 8 Grad an der Nordsee und am Oberrhein.

Das gesamte Wochenende kommt es in weiten Teilen Deutschlands immer wieder zu Schneefällen, nur an der Küste muss mit teils gewittrigen Regenschauern gerechnet werden.

Durchweg Schnee ab 400 Metern

Während in den Niederungen der Schnee immer wieder auch in Schneeregen übergehen kann, "muss man sich in Lagen ab 400 Metern durchweg auf Neuschnee einstellen", meint Jung.


"Bis Dienstag können somit ab 400 bis 500 Metern schnell 20 bis 30, lokal auch 40 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen", erklärt der Meteorologe.

"Weiter unten kann es zumindest zeitweise immer mal wieder für eine dünne Schneedecke reichen, selbst in den Flusstälern. Der Schnee dort bleibt allerdings immer nur kurz liegen. Gerade morgens kann das aber für ein Chaos im Berufsverkehr durchaus ausreichen", gibt Jung zu bedenken.

Deutschland-Wetter der kommenden Tage:

  • Donnerstag: im Norden, Westen und in der Mitte besteht die Gefahr von Sturmböen – aufpassen! Es gibt viele Wolken, aus Nordwesten setzt Regen ein, 2 bis 9 Grad
  • Freitag: mit 1 bis 6 Grad wird es kälter und im Tagesverlauf gehen die Temperaturen weiter zurück, dann fällt bis in tiefe Lagen zunehmend Schneeregen oder Schnee
  • Samstag: minus 2 bis plus 5 Grad, bedeckt, immer wieder Schneeschauer oder längere Zeit Schneefall
  • 2. Advent: minus 3 bis plus 2 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und teils kräftigen Schneeschauern, stellenweise mit Blitz und Donner ("Wintergewitter")


(mwo)

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