• Auf La Palma müssen erneut Hunderte Menschen evakuiert werden.
  • Die Lava aus dem vor gut drei Wochen ausgebrochenen Vulkan rückt immer näher.
  • Bisher mussten schon rund 6.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

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Die Lage auf der Vulkaninsel La Palma hat sich am Dienstag wieder zugespitzt. Zwischen 700 und 800 Menschen wurden aufgefordert, wegen näher rückender Lava ihre Häuser mit Haustieren und ihren Habseligkeiten zu verlassen und sich auf einem Sammelplatz einzufinden, berichtete der staatliche TV-Sender RTVE unter Berufung auf das Notfall-Komitee Pevolca.

Dafür hätten sie bis 19:00 Uhr (Ortszeit) Zeit. Soweit es die Entwicklung zulasse, dürften Betroffene eventuell auch in den folgenden Tagen begleitet von Sicherheitspersonal zurückkehren, um weiteres Hab und Gut zu retten, schrieb Pevolca auf Twitter.

Seit dem Ausbruch des Vulkans in der Cumbre Vieja vor gut drei Wochen mussten schon rund 6.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Sie kamen bei Angehörigen in anderen Teilen der Insel oder in Hotels unter.

Nur Stunden vor der Anordnung der Evakuierung war eine Ausgehbeschränkung in derselben Region, die in der Nähe des Gewerbegebiets Callejón de la Gata liegt, aufgehoben worden.

Diese war am Vortag vorsorglich wegen eventuell giftiger Dämpfe verhängt worden, weil die bis zu 1.200 Grad heiße Lava mehrere Betriebe, darunter auch ein Zementwerk, in Brand gesetzt hatte. Am Dienstag seien jedoch keine Giftstoffe in der Luft gemessen worden, teilte Pevolca mit. (dpa/ari)

La Palma, Vulkan
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Lava und Ascheregen auf der Trauminsel: Der Vulkanausbruch auf La Palma

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Teaserbild: © dpa / Daniel Roca/AP/dpa