HSV verabschiedet sich mit Pyro-Eklat in die 2. Liga: So liefen die Spiele in Hamburg und Wolfsburg

Der Hamburger SV ist zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte abgestiegen. Kurz vor dem Ende der eigenen Partie kam es zu unschönen Szenen.

Vor dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach war die Stimmung bei den Fans des HSV gut. Doch klar war von Anfang an: Nur bei einem eigenen Sieg und einer Niederlage des VfL Wolfsburg gegen den 1. FC Köln halten die Hanseaten die Klasse.
Umso schlimmer die Botschaft aus Wolfsburg um 15:31 Uhr: Nach nicht einmal einer Minute führt der VfL bereits mit 1:0 gegen den 1. FC Köln. Torschütze ist Josuha Guilavogui.
Dann keimt die Hoffnung wieder auf. Mönchengladbachs Denis Zakaria geht im eigenen Sechzehner mit dem Arm zum Ball. Nach Videobeweis gibt es Strafstoß für den HSV.
Aaron Hunt lässt sich die Chance nicht nehmen ...
... und trifft in der 11. Minute zur 1:0-Führung für die Gastgeber.
17 Minuten später der überraschende Ausgleich: Aus elf Metern schließt Josip Drmic trocken ab ...
... und bejubelt im Anschluss seinen Treffer.
Wenige Minuten später aber dann frohe Kunde für alle HSV-Fans: Jonas Hector erzielt in der 32. Minute ein Traumtor für die Kölner. Artistisch nimmt er den Ball mit, dreht sich und hebt die Kugel über Keeper Koen Casteels ins Tor.
In der 54. Minute laufen die Kölner nach eigener Ecke in einen Konter. Malli legt quer auf Origi, der nur noch einschieben muss.
Der Torschütze bejubelt seinen Treffer, der die Wölfe klar auf Kurs Relegation bringt.
Auch Hamburg geht erneut in Führung: In der 63. Minute passt Ito auf Holtby, der aus gut 13 Metern ins rechte untere Eck trifft.
Torschütze Holtby schlägt sich vor den Fans auf die Raute, nach dem Motto: Seht her, ich bin ein Hamburger wie ihr.
In der 71. Minute muss HSV-Stürmer Bobby Wood nach einem gelbwürdigen Foul an Christoph Kramer mit der Ampelkarte vom Platz. Doch noch schlimmer für die Hamburger ...
... ist, was sich in Wolfsburg ereignet. Robin Knoche steigt nach einem Freistoß hoch und köpft den Ball in Richtung Tor. Vom linken Innenpfosten springt die Kugel hinter die Linie. Das 3:1 für den VfL in der 71. Minute.
In der ersten Minute der Nachspielzeit trägt sich auch noch Josip Brekalo in die Torschützenliste ein. Mit einem schönen Schlenzer ins rechte Toreck setzt der Kroate den Schlusspunkt. Da parallel auch Freiburg gewinnt, ist klar: Wolfsburg geht in die Relegation, trifft dort auf Holstein Kiel.
In Hamburg eskaliert derweil die Situation. Polizisten stürmen aufs Spielfeld, denn ...
Riesige Rauchschwaden steigen aus dem HSV-Fanblock empor.
Die Polizisten bilden eine Reihe in Richtung HSV-Chaoten.
So gewähren sie den Spielern Schutz. Das Spiel wird minutenlang unterbrochen und am Ende für wenige Augenblicke fortgesetzt.
Zum Platzsturm der Chaoten kommt es glücklicherweise nicht. Stattdessen laufen die untröstlichen HSV-Spieler eine Runde, verabschieden sich von den Fans.
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