Felix Magath
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In der Bundesliga hat Felix Magath fast jeden Verein trainiert, der Rang und Namen hat. In dieser Zeit erwarb er sich ob seines harten Trainings und bisweilen kühlen Umgangs mit seinen Spielern den Beinamen "Quälix". Zuletzt war Magath als Trainer in China unterwegs, stand bis Ende 2017 bei Shandong Luneng unter Vertrag.
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Als Spieler ist der Name Felix Magath vor allem mit dem Hamburger SV verbunden. Im Finale des Europapokals der Landesmeister 1983 gegen Juventus Turin erzielte Magath das entscheidende Tor zum 1:0-Sieg. Nach seiner Zeit beim HSV als Manager und Coach der Amateure arbeitete er an der Elbe von 1995 bis 1997 auch als Cheftrainer.
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Magath ließ jedoch nicht nur hart trainieren, sondern bewies immer auch ein Gespür für Talente. Dem damals 19 Jahre alten Philipp Lahm verhalf Magath als Leihspieler vom FC Bayern in der Saison 2003/04 zu seinem Bundesliga-Debüt im Dress des VfB Stuttgart. Die Schwaben trainierte Magath von 2001 bis 2004.
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Bei Transfers hieß das Motto allerdings oft "Masse statt Klasse". So tätigte Magath eine ganze Reihe Spielerkäufe, die für Verwunderung sorgten. Den Iraner Ali Karimi holte er sowohl 2005 zu den Bayern als auch 2011 zu Schalke. Den Durchbruch schaffte Karimi bei beiden Mannschaften nicht. Für Schalke bestritt Karimi lediglich ein Bundesligaspiel.
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Auf dem Papier war die Zeit von Magath (hier mit Bastian Schweinsteiger) als Trainer des FC Bayern relativ erfolgreich. In den Saisons 2004/05 und 05/06 holte er jeweils das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Das war zuvor keinem Trainer des Klubs gelungen. Dennoch war Anfang 2007 für Magath vorzeitig Schluss in München.
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Seinen größten, weil überraschendsten Erfolg feierte Magath 2009: Mit dem VfL Wolfsburg holte er die Deutsche Meisterschaft. Höhepunkt war ein unvergessener 5:1-Erfolg daheim über Ex-Klub und Titelverteidiger FC Bayern München. Nach zwei mäßig erfolgreichen Jahren bei Schalke kehrte Magath 2011 nach Wolfsburg zurück, knüpfte aber an den einstigen Erfolg nicht an.
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Das Wolfsburger Sturm-Duo in der Meistersaison bestand aus Edin Dzeko (26 Tore) und Grafite (Torschützenkönig mit 28 Treffern) - beide für kleines Geld verpflichtet. Dzeko folgte 2009/10 als Torschützenkönig auf Grafite und wechselte anderthalb Jahre später für 30 Millionen Euro zu Manchester City und 2015 zur AS Rom.
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Auch der Stern von Mario Mandzukic ging unter Felix Magath auf. Der verpflichtete den Kroaten 2010 von Dinamo Zagreb. Mandzukic startete durch und wechselte zwei Jahre später zum FC Bayern. Über Juventus Turin landete der Vize-Weltmeister von 2018 beim Al Duhail SC Doha in Katar. Dort bekam er im Sommer 2020 keinen neuen Vertrag mehr.
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Schalke-Fans werden vor allem einen Transfer nie vergessen: 2010 lotste Felix Magath Real-Legende Raul zu den Königsblauen. Der Superstar blieb zwei Jahre bei den Schalkern und verzückte mit sehenswerten Toren. Eines davon, im Zusammenspiel mit Julian Draxler, wurde von den Zuschauern der ARD-"Sportschau" zum "Tor des Jahres" 2011 gewählt.
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Zu den Transfers, die Fußballexperten fragend zurückließen, gehörte jener des Brasilianers Mineiro. Mineiro spielte zwischen 2007 und 2008 bei Hertha BSC, bevor ihn Magath 2009 im Alter von 33 Jahren aus Chelsea nach Gelsenkirchen lotste. Mineiros sieben Einsätze gingen nicht in Schalkes Geschichte ein.
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Magath krempelte seine Mannschaften oft komplett um, auch gerne in der Winterpause. So kamen bei Schalke vor der Saison 2010/11 ganze 14 neue Spieler, für Wolfsburg holte er in der Saison 2011/12 im Winter acht Neue. In jener Spielzeit kamen für den VfL 36 Spieler zum Einsatz. Das ist bis heute Bundesligarekord.