Für Nico Kurz ist die Darts-WM beendet – obwohl der letzte deutsche Teilnehmer auch bei seinem dritten Spiel überzeugte. Der 22-Jährige sieht das Turnier als Erfolg.

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Das deutsche WM-Märchen ist beendet: Nach überraschenden Siegen über James Wilson und Joe Cullen verabschiedete sich Nico Kurz am Montag aus dem Turnier. Als letzter Deutscher schied der 22-Jährige gegen Luke Humphries mit 2:4 bei der Darts-WM in London aus.

Dennoch behielt der WM-Debütant aus Hanau sein Lächeln. "Alleine die Erfahrung nehme ich mit, bei einer WM teilgenommen zu haben. Ich bin auf jeden Fall stolz auf mich. Dass ich es so weit geschafft habe, macht Mut", sagte Kurz in einer ersten Reaktion nach seinem Ausscheiden gegenüber "Sport1".

Neben den Erfahrungen darf sich der Hesse auch über 25.000 Pfund (etwa 29.000 Euro) freuen - das höchste Preisgeld, das er in seiner Laufbahn bislang eingefahren hat.

Darts-WM: Nico Kurz scheidet als letzter Deutscher aus

Der ebenfalls ungesetzte Humphries spielte mit Kurz – der noch ohne Spitznamen antritt – auf einem Niveau, zeigte aber beim Finish auf die Doppel-Felder die besseren Nerven. "Luke war einen Ticken besser, da gibt es nicht viel zu sagen. Er hat mir keine Chance gelassen, darum hat er gewonnen", analysierte Kurz.

Nach dem Aus von Max Hopp (3. Runde) und Gabriel Clemens (1. Runde) hat nun auch Kurz, der Rang 222 in der Weltrangliste belegt, den Sprung in das nach Weihnachten beginnende Achtelfinale verpasst. In der Geschichte des Turniers war damit noch immer kein Deutscher in der Runde der letzten 16.

Vor allem Hopp, der den Achtelfinal-Einzug ohne einen Sieg gegen einen gesetzten Spieler hätte schaffen können, ärgerte sich nach seinem 2:4-Aus am Sonntag gegen Litauens Außenseiter Darius Labanauskas.

Nico Kurz will vorerst kein Vollzeit-Profi werden

Währenddessen trifft der auf der Londoner Bühne losgelöst jubelnde Humphries am Samstag (16:00 Uhr, LIVE "Sport1" und "DAZN") auf den Belgier Kim Huybrechts, der ebenfalls ungesetzt ist und überraschend im Achtelfinale steht.

Kurz tritt nun die Heimreise an. Darts betreibt der Youngster bislang nur nebenbei, er arbeitet als Industriemechaniker. Auch 2020 will er nach eigener Aussage noch nicht zum Vollzeit-Profi werden. "Es geht ganz normal weiter und dann schauen wir, wo die Reise hinführt", sagte Kurz. (msc/dpa)

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