Die Deutschen reisen nach Corona wieder mehr. An der Spitze der Lieblingsländer von deutschen Touristinnen und Touristen liegen aber immer noch zwei alte Bekannte: Italien und Österreich. Die meisten Urlaubsreisen gehen aber nach wie vor ins Inland.

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Italien und Österreich waren auch im vergangenen Jahr die beliebtesten Auslandsziele von Reisenden aus Deutschland. Wie auch schon 2021 lagen diese beiden Länder mit jeweils 14 Prozent Anteil an der Spitze der ausländischen Reiseziele vor Spanien (11 Prozent), Frankreich und den Niederlanden (je 7 Prozent), wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete.

An den Top 5 generell hat sich allerdings nichts geändert: Die fünf Länder lagen auch in und vor der Pandemie in der Gunst der Deutschen ganz oben. Die allermeisten Urlaubs- und Geschäftsreisen gingen aber weiterhin mit einem Anteil von 61 Prozent ins Inland.

Nach der überwundenen Corona-Krise haben die Statistiker gewisse Nachholeffekte beobachtet. So fuhren die Menschen wieder häufiger ins Ausland (ein Plus von 78 Prozent im Vergleich zum Jahr 2021) und nutzten auch eher wieder das Flugzeug, das in der Pandemie gemieden worden war. Mit einem Anteil von 15 Prozent bei den Verkehrsmitteln ist damit bei den Flugreisen schon fast wieder das Vor-Pandemie-Niveau (17 Prozent) erreicht.

Das beliebteste Gefährt, um den Urlaub anzutreten, ist aber nach wie vor das Auto: 61 Prozent der Reisen werden damit getätigt (2021: 69 Prozent).

Reisen ist teurer geworden

Die Gesamtzahl von 222 Millionen Reisen übertraf zwar den Vorjahreswert um 24 Prozent, blieb aber dennoch auch 15 Prozent unter dem Vorkrisenwert aus dem Jahr 2019. Vor allem Geschäftsreisen sind bislang nicht in dem Ausmaß wieder aufgenommen worden, wie es vor der Pandemie üblich war.

Die Reisen sind zudem teurer geworden. Am deutlichsten war das 2022 bei den Ausgaben für Unterkunft zu spüren, die trotz der um 15 Prozent niedrigeren Reisezahl mit rund 60 Milliarden Euro bereits wieder 1 Prozent über dem Wert aus 2019 lagen - was wahrscheinlich auf die hohe Inflation zurückzuführen sein dürfte. Die Ausgaben für Speisen und Getränke in Cafés und Restaurants blieben noch 5 Prozent unter dem Wert von 2019. Vergleichsweise stabil blieben die Kosten für den Transport. (dpa/cze)

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