Schlechte Nachricht für all diejenigen, die sich ein schnelles Ende der Zeitumstellung herbeisehnen: Vor 2021 wird es nichts mit der Abschaffung. Das stellt Österreichs Verkehrsminister nach Beratung mit seinen EU-Kollegen klar. Grund soll die Koordinierung zwischen den einzelnen Ländern sein.

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Die Abschaffung des jährlichen Wechsels von Sommer- auf Winterzeit kommt nicht im nächsten Jahr. "Frühestens 2021 ist es soweit, dass die Zeitumstellung beendet wird", sagte der österreichische Verkehrsminister Norbert Hofer am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.

Österreich führt derzeit den Vorsitz der EU-Länder. Sein Land wäre für eine sehr rasche Abschaffung der Zeitumstellung gewesen, sagte Hofer. Doch andere Länder hätten damit Probleme gehabt. Deshalb habe Österreich als Kompromiss die Verschiebung vorgeschlagen.

"Hätten wir darauf bestanden, das sofort zu machen, wäre der Vorschlag gescheitert und die Zeitumstellung wäre nicht zu beenden gewesen", sagte der Verkehrsminister.

"Zeit-Fleckerl-Teppich" verhindern

In den EU-Staaten werden seit 1996 am letzten Sonntag im März sowie am letzten Sonntag im Oktober die Uhren jeweils eine Stunde umgestellt. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, schon ab 2019 nicht mehr an der Uhr zu drehen. Die Staaten sollen stattdessen wählen können, ob sie künftig immer Winter- oder Sommerzeit haben wollen.

Probleme macht nun die Koordinierung zwischen den Ländern: Es gelte, einen "Zeit-Fleckerl-Teppich" zu verhindern, sagte Hofer. (szu/dpa)

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