Wer besetzt die SPD-Spitze?

Nach dem Rücktritt von Andrea Nahles vom Parteivorsitz der SPD im Juni ringt die Partei um eine neue Führung. Der Kampf um die Parteispitze ist auch ein Richtungsstreit innerhalb der Partei. Wir stellen die Kandidaten vor. © 1&1 Mail & Media

Es handelt sich um die Potsdamer Landtagsabgeordnete Klara Geywitz.
Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius hat sich vor allem mit seinen Positionen im Bereich der Sicherheitspolitik auf Bundesebene einen Namen gemacht. Er tritt mit Mitbewerberin Petra Köpping an.
Petra Köpping ist Sachsens Integrations-Ministerin und eine der wichtigsten SPD-Politikerinnen im Osten.
Nordrhein-Westfalens ehemaliger Finanzminister Norbert Walter-Borjans geht zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Saskia Esken ins Rennen.
Michael Roth hatte zusammen mit seiner Kollegin Christina Kampmann als erster sein Interesse am Amt bekundet. Als Staatsminister für Europa ist er zuständig für alle EU-Angelegenheiten, Osteuropa, die Länder des westlichen Balkans, Russland, die Türkei, Menschenrechtsfragen, interreligiösen Dialog, jüdisches Leben sowie internationale Angelegenheiten der LGBTI und Roma.
Die 39-jährige Kampmann war bis 2017 Familienministerin in Nordrhein-Westfalen. Seit dem sitzt sie mit ihrer SPD-Fraktion in der Opposition.
Auch die Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis und der Verdi-Chefökonom Dierk Hirschel haben Ambitionen.
Karl Lauterbach ist eines der bekanntesten Gesichter unter den Kandidaten. Er ist vor allem als langjähriger Gesundheitsexperte seiner Fraktion bekannt. Er bewirbt sich gemeinsam mit Nina Scheer um den Parteivorsitz.
Nina Scheer ist Umwelt- und Energieexpertin und ist, wie ihr Mitbewerber Laueterbach, Mitglied des Deutschen Bundestags.
Eine weitere bekannte Bewerberin ist Gesine Schwan. 2009 bewarb sie sich erfolglos um das Amt der Bundespräsidentin. Sie setzt sich für ein föderales Europa ein. Sie geht gemeinsam mit Ralf Stegner ins Rennen.
Ralf Stegner ist Parteivize und Anhänger des linken Flügels. Von 2003 bis 2005 war er Finanzminister und von 2005 bis 2008 Innenminister des Landes Schleswig-Holstein. Er gilt als Kritiker der großen Koalition.
Der einzige Einzelkandidat, den der Wahlvorstand für das Bewerbungsverfahren zugelassen hat, war Karl-Heinz Brunner. Der 66-Jährige ist Mitglied des Deutschen Bundestages und war von 1990 bis 2002 Bürgermeister der Stadt Illertissen. Mitte September zog er jedoch seine Kandidatur zurück, um "eine deutlichere Zuspitzung im Kandidierendenfeld zu ermöglichen".