Ein nordkoreanischer Soldat ist am Samstag nach Südkorea übergelaufen. Er sei von südkoreanischen Truppen mithilfe von Überwachungsgerät entdeckt worden, "als er die militärische Demarkationslinie überquerte", erklärte Südkoreas Generalstab. Er soll nun befragt werden, wie genau er in den Süden gelangte.

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Erstmals seit der jüngsten Beseitigung von Grenzwachposten auf der geteilten Halbinsel soll ein nordkoreanischer Soldat in den Süden geflohen sein. Das berichtet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf die Heeresführung in Seoul.

Der Soldat habe die militärische Demarkationslinie am Samstagmorgen überquert und solle nun vernommen werden, hieß es.

Dass koreanische Soldaten über die lange Zeit äußerst strikt bewachte Landgrenze beider Staaten überlaufen, ist sehr selten. Die meisten Nordkoreaner wählen zur Flucht den Weg über China, das mit Nordkorea eine Hunderte Kilometer lange Landgrenze teilt.

Nach den schweren Spannungen der vergangenen Jahre aufgrund der zahlreichen Atom- und Raketentests Nordkoreas hatten sich die Führungen in Seoul und Pjöngjang zuletzt wieder angenähert.

Erst am Freitag beendeten beide Staaten ihre Arbeiten zum Abbau von Wachposten im Grenzgebiet: Auf jeder Seite der demilitarisierten Zone seien jeweils zehn solcher Posten abgerissen worden, hieß es.

In den Wochen zuvor hatten beide Länder zudem Teile ihrer Truppen und Waffen von einigen Posten abgezogen. Die Maßnahmen sind Teil eines Abkommens zum Abbau der militärischen Spannungen, das die Armeeführungen beider Staaten im September unterzeichnet hatten.  © dpa

Staatsbeamte und Parteifunktionäre würden sich in Nordkorea reihenweise an Frauen vergehen, heißt es von Human Rights Watch. Der Staatsführung um Kim Jong Un wirft die Menschenrechtsorganisation vor, untätig zuzusehen oder Opfer gezielt mundtot zu machen.