• Laut einer Umfrage ist eine Mehrheit der Deutschen für ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen.
  • Die Umweltministerkonferenz hatte sich zuletzt ebenfalls dafür ausgesprochen.
  • Andere Angaben aus der Befragung sind dagegen widersprüchlich.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Laut einer repräsentativen Befragung befürwortet eine Mehrheit der Deutschen ein Tempolimit von 130 km/h auf Autobahnen. Demnach antworteten 56 Prozent mit "befürworte vollkommen“ und "befürworte eher“ auf die Frage, wie sie zu dieser Maßnahme "gegen die Klimabelastung durch den Straßenverkehr" stehen. Die Umweltministerkonferenz hatte sich zuletzt ebenfalls für eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausgesprochen, weil damit unter anderem Treibstoff gespart werden könne.

Für die Studie im Auftrag des TÜV-Verbands e. V. wurden 1.000 Menschen online befragt. Bei der eigenen Mobilität ist vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern den Angaben zufolge Flexibilität und Unabhängigkeit wichtiger als die Umweltfreundlichkeit. Danach befragt, was ihnen bei der eigenen Mobilität besonders wichtig ist, gaben rund 56 Prozent der Menschen an, dass sie möglichst unabhängig und flexibel unterwegs sein wollen.

Die meisten Menschen nutzen ein Auto

Außerdem war für sie entscheidend, dass sie schnell ans Ziel kommen (43 Prozent), verlässlich und planbar unterwegs sind (38 Prozent) und dass es wenig kostet (26 Prozent). Nur 19 Prozent der Befragten gab an, dass ihnen auch die Umweltfreundlichkeit wichtig sei. Allerdings äußerten sich die Teilnehmenden in anderen Fragen zu diesem Aspekt widersprüchlich. Direkt danach befragt, welche Rolle der Umwelt- und Klimaschutz bei ihrer Verkehrsmittelwahl oder bei neuen Anschaffungen spiele, gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass diese "eher groß" oder sogar "sehr groß" sei.

Trotzdem bleibt das eigene Auto für die meisten Befragten das bevorzugte Verkehrsmittel. Rund 72 Prozent gaben an, das Auto an einem gewöhnlichen Werktag zu nutzen. Vor der Corona-Krise lag dieser Anteil bei einer weiteren TÜV-Umfrage noch bei 65 Prozent. Der Anteil derjenigen, die im Alltag auch in Busse und Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) steigen, ging im selben Zeitraum von 32 auf 25 Prozent zurück.

Viele meiden Bus und Bahn wegen der Pandemie

"Der individuelle Verkehr per Auto, Fahrrad oder Motorrädern gewinnt", sagte der Geschäftsführer des Verbands, Joachim Bühler. Dagegen hätten viele Menschen wegen der Corona-Pandemie zuletzt Busse und Bahnen aus Sorge vor Ansteckung vermieden. Das heiße aber nicht, dass die Befragten sich keinen attraktiveren Nahverkehr wünschen würden.

Mit Blick auf Elektroautos bleiben die Verbraucherinnen und Verbraucher laut den Ergebnissen skeptisch. Nur rund jeder vierte Befragte denkt über eine Anschaffung nach oder hält diese sogar für "sehr wahrscheinlich". Für alle anderen kommt ein E-Auto derzeit nicht in Frage. Gründe dafür bleiben nach wie vor die aus Sicht der Befragten zu geringe Reichweite sowie hohe Anschaffungskosten. Auch die Ladeinfrastruktur halten rund 44 Prozent für nicht ausreichend. (dpa/okb)

Was bei überzogenem TÜV passieren kann: Bußgeld und Schlimmeres

Der Technische Überwachungsverein oder kurz TÜV prüft hierzulande Fahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit. Besteht ein Fahrzeug die Untersuchung, erhält es eine entsprechende Plakette und darf in der Regel für zwei Jahre am Straßenverkehr teilnehmen. Doch was passiert eigentlich, wenn man den TÜV überzieht? (Teaserbild: iStock/GettyImages)