Vor vier Jahren verunglückte Michael Schumacher beim Skifahren in den französischen Alpen schwer. Der Rekordweltmeister erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Nun widmet eine französische Zeitung Schumacher eine ganze Titelseite – mit neuen Informationen.

Seit seinem Ski-Unfall in Méribel ist Michael Schumacher aus der Öffentlichkeit verschwunden. Der mittlerweile 48-Jährige befindet sich seit September 2014 bei seiner Familie in Gland in der Schweiz.

Wie es momentan um den Gesundheitszustand des Formel-1-Rekordweltmeisters steht, wissen nur engste Vertraute der Familie. Nach außen dringt fast nichts.

Dass der Schutz der Privatsphäre mit viel Aufwand verbunden ist, skizziert die französische Sport-Zeitung "L'Equipe", die zum Jahrestag des Unfalls Michael Schumacher eine Titelgeschichte mit mehreren Artikeln widmet. "Schumi, wir vergessen Dich nicht", lautet die Headline.

In einem der Artikel beschreibt die Zeitung offenbar die Situation am Genfer See.

Demnach sollen Schaulustige immer wieder versuchen, auf das Grundstück der Familie zu gelangen – über einen Schotterweg eines kleinen Parkes. Die Lage sei manchmal angespannt, zitiert "Focus Online" die Zeitung.

Um die Familie und vor allem den 48-Jährigen besser vor der Öffentlichkeit abzuschirmen, habe die Familie deshalb immer wieder versucht, das Nachbargrundstück zu erwerben. Bisher sind die Offerten aber erfolglos geblieben.

Fake News geistern im Netz

Immer wieder aber dringen sogenannte Fake News an die Öffentlichkeit, die angebliche neue Details über den Gesundheitszustand oder den Unfallhergang verbreiten.

Videos, die auf YouTube veröffentlicht wurden, erzielen tausende Klicks. Erst kürzlich sei ein Fake-Video zum Unfall aufgetaucht, berichtet unter anderem die "Intouch".

Nur: Seit Monaten gibt es keine offizielles Statements. Und gegen Mutmaßungen geht die Familie Schumacher entschieden vor, etwa gegen die Zeitschrift "Bunte".

Wegen Verletzung der Persönlichkeitsrechte musste das Blatt 50.000 Euro Entschädigung an Michael Schumacher zahlen. Die Zeitschrift hatte im Dezember 2015 auf ihrer Titelseite über ein "Weihnachtswunder" berichtet.

Schumachers in Kontakt mit den Fans

Obwohl die Familie die Privatsphäre Schumachers mit allen Mitteln schützt, sucht sie auch Kontakt zu seinen Fans.

Auf der offiziellen Facebook-Seite werden regelmäßig Beiträge zu Schumachers Formel-1-Karriere gepostet – Siege, Kämpfe mit Rivalen, Rekorde.

Vor kurzem wurde auch ein Beitrag von Mick Schumacher geteilt. Der Sohn des 48-Jährigen schrieb am 17. Dezember auf Instagram: "Viele Jahre lang hat unsere Familie positive Energie von Menschen geschickt bekommen, die sich von meinem Vater Michael Schumacher inspiriert fühlen. Diese Energie möchten wir in eine Kraft kanalisieren, die Gutes bewirkt, indem sie in Bereichen hilft, die mein Vater auch immer unterstützt hat."

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Forbes-Liste: Michael Schumacher unter bestbezahlten Sportlern aller Zeiten

In einem neuen Ranking listet das Wirtschaftsmagazin Forbes die bestbezahlten Sportler auf. Neben Schumi sind auch einige Basketball- und Golf-Stars mit dabei.

Die Keep Fighting Foundation ist von Schumacher inspiriert. Sie entwickelt und unterstützt gemeinnützige Projekte.

Zugleich wird ein Award vergeben, an einen Menschen, "dessen Triumph über Widrigkeiten außergewöhnlich ist. Die Auszeichnung feiert die Leistung und den Beitrag einer herausragenden Person, deren Lebensgeschichte andere dazu ermutigt, immer weiter zu kämpfen und niemals aufzugeben. So dient der Gewinner des Keep Fighting Award als Vorbild und Inspiration für andere".

(fab)