Die mexikanischen Behörden haben nach einem Überfall mit 27 Toten drei Hauptverdächtige identifiziert und festgenommen. Dies teilte die Generalstaatsanwaltschaft des Bundesstaates Guanajuato am Sonntag (Ortszeit) mit.

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Am 1. Juli waren in einem Zentrum für Drogentherapie in der Stadt Irapuato (rund 330 Kilometer nordwestlich von Mexiko-Stadt) 27 Menschen erschossen worden.

Die Gegend im Staat Guanajuato gilt derzeit als eine der gefährlichsten in Mexiko. Dort ist das Drogenkartell Santa Rosa de Lima aktiv, das sich blutige Machtkämpfe mit dem Kartell Jalisco Nueva Generación aus dem Nachbarstaat Jalisco liefert.

60.000 Menschen gelten als verschwunden

Einrichtungen für Süchtige wurden schon wiederholt angegriffen, weil dort versteckte rivalisierende Drogenhändler vermutet wurden.

Schon seit Jahren tobt in vielen Teilen Mexikos ein blutiger Drogenkrieg. Voriges Jahr wurden fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. 60.000 Menschen gelten als verschwunden.

Die Gewalt geht zu einem großen Teil auf das Konto von Kartellen und Banden, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressung verwickelt sind. Oft haben die Gangster Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften. Die wenigsten Verbrechen werden aufgeklärt.  © dpa

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