Israelische Sicherheitskräfte haben laut dem Inlandsgeheimdienst Schin Bet ein Terrornetzwerk im Westjordanland aufgedeckt und rund 50 palästinensische Verdächtige festgenommen.

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Diese seien Mitglieder der militanten Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), hieß es in der Stellungnahme vom Mittwoch. Unter den Festgenommenen sind demnach auch die mutmaßlichen Attentäter, die im August bei einem Bombenanschlag eine Israelin im besetzten Westjordanland töteten, sowie die Parlamentsabgeordnete Chalida Dscharar.

Die PFLP-Politikerin war in der Vergangenheit bereits mehrfach von israelischen Sicherheitskräften festgenommen worden, unter anderem wegen des Vorwurfs des Aufrufs zu Gewalt. Israel stuft die PFLP als Terrororganisation ein.

Große Zahl von Anklagen eingereicht

Mit den Festnahmen seien weitere Attentate verhindert worden, teilte der Schin Bet mit. Zahlreiche Waffen seien sichergestellt worden. Es sei bereits eine große Zahl von Anklagen eingereicht worden, weitere würden folgen.

Ende September hatte der Schin Bet bereits mitgeteilt, die Verantwortlichen für den Bombenanschlag im August festgenommen zu haben. Dabei war eine 17-Jährige getötet, ihr Bruder und ihr Vater verletzt worden. Das Attentat ereignete sich an einer Quelle nahe der Siedlung Dolev nordwestlich von Ramallah.

Nach der damaligen Festnahme kam einer der mutmaßlichen Attentäter ins Krankenhaus. Das PFLP-Mitglied habe sich während seiner Vernehmung nicht wohl gefühlt und sei ins Krankenhaus gebracht worden, bestätigte der Schin Bet. Laut Medienberichten befand sich der Palästinenser zeitweise in kritischem Zustand. Die Zeitung "Haaretz" berichtete, der Inlandsgeheimdienst habe die Erlaubnis gehabt, den Mann mit "außergewöhnlichen Methoden" zu befragen.  © dpa

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