Im Urlaubsparadies Lombok bahnt sich nach dem verheerenden Erdbeben ein weiteres Drama an: Nach den schweren Erdstößen auf der indonesischen Insel sitzen über 500 Wanderer auf einem aktiven Vulkan fest. Ihnen wurde der Weg abgeschnitten.

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Betroffen seien 560 Touristen und Bergführer, wie der Chef des Rinjani-Nationalparks, Sudiyono, am Montag laut AFP mitteilte.

"500 befinden sich im Gebiet Segara Anakan und 60 in Batu Ceper." Ihnen wurde durch Erdrutsche der Weg abgeschnitten, der durch das Bebeb mit tonnenweise Geröll und Schlamm unpassierbar geworden war.

Unter den Betroffenen sind nach offiziellen Angaben zahlreiche Ausländer, zum Beispiel aus Frankreich und den Niederlanden. Deutsche sind nach ersten Berichten keine darunter.

Beben der Stärke 6,4 erschüttert Urlaubsinsel

Hubschrauber und Rettungsteams zu Fuß wurden entsandt, um die Hänge des Bergs Rinjani abzusuchen. An dem Berg befinden sich zahlreiche Wanderwege, die bei Touristen beliebt sind.

Bei einem Erdbeben am Sonntag sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 6,4 erschütterte die Nachbarinsel von Bali kurz vor 7:00 Uhr morgens. Viele Menschen wurden im Schlaf überrascht. Die Erschütterungen waren auch auf Bali zu spüren, das in etwa 40 Kilometern Entfernung liegt. Dort rannten Urlauber in Panik aus ihren Hotels. Größere Schäden gab es dort aber wohl nicht.

Mindestens eine Touristin tot

Unter den Toten auf Lombok ist nach Angaben der Behörden auch mindestens eine Touristin - eine 30 Jahre alte Frau aus Malaysia, die auf einer Wanderung war.

Bei den meisten Todesopfer handelt es sich jedoch um Einheimische, die in den Trümmern ihrer Häuser starben. Mindestens 162 Menschen wurden verletzt. Befürchtet wird, dass die Opferzahlen noch steigen, weil manche Gebiete jetzt verhältnismäßig schwer erreichbar sind. Gouverneur Zainul Majdi sagte: "Es war ein sehr starkes Beben."

Hinweise auf Deutsche unter den Opfern gab es zunächst keine. Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die Botschaft Jakarta sei eingeschaltet und bemühe sich zusammen mit den Behörden vor Ort "mit Hochdruck um Aufklärung". (szu/afp/dpa)  © AFP

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