Bayreuth - Nach dem Urteil im Prozess um den Doppelmord von Mistelbach hat der Verteidiger des 19 Jahre alten Verurteilten betont, wie sehr sein Mandant die Tat bereue.

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Er schäme sich "unendlich" dafür. "Dies kann er mit Worten kaum ausdrücken", sagte Strafverteidiger Hilmar Lampert am Montag vor Journalisten. Sein Mandant habe die Schuld vollumfänglich eingeräumt und versucht, so gut wie möglich an der Aufklärung des Falls mitzuwirken.

Zuvor hatte das Landgericht Bayreuth den 19-Jährigen wegen Mordes an den Eltern seiner Freundin zu einer Jugendstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten verurteilt. Das Mädchen, inzwischen 17 Jahre alt, wurde ebenfalls wegen Mordes zu neuneinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Die Jugendkammer sah es als erwiesen an, dass der junge Mann vor etwa einem Jahr die Eltern seiner Freundin im Schlaf brutal erstochen hat. Angetrieben wurde er nach Ansicht des Gerichts aber von dem Mädchen, das die Eltern gehasst hatte.

Hätte sein Mandant die Mitangeklagte nicht kennengelernt, wäre es nie zur Tat gekommen, betonte der Verteidiger. Die beiden Opfer hätten ihn gut aufgenommen und gut behandelt. Trotzdem habe er sich zu dieser schrecklichen Tat hinreißen lassen, sagte Lampert weiter. Sein Mandant stehe für die Tat gerade. Die Verhandlung hatte abgesehen vom Auftakt und von der Urteilsverkündung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden.

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