Die chinesischen Behörden "State Administration for Market Regulation" sowie die "National Administration" haben Dokumente veröffentlicht, die die allgemeinen Anforderungen an den zukünftigen Ladestandard ChaoJi-1 definieren. Besonders beeindruckend: Durch die nächste Generation des GB/T-Ladesteckers soll schon bald eine Ladeleistung von 1,2 Megawatt fließen können.

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Damit könnten E-Autos oder batterieelektrische Lkw in China bald dreieinhalbmal so schnell laden wie in Europa. An hiesigen Schnellladern dominiert der CCS-Standard (Combined Charging System), der für eine maximale Ladeleistung von 350 kW ausgelegt ist. Bisher gibt es allerdings weder in China noch in Europa Elektroautos, die solch hohe Ladeleistungen aufnehmen können – schon gar nicht über einen längeren Zeitraum. Die derzeit reichweitenstärksten E-Autos mit gleichzeitig hoher Ladeleistung zeigen wir in der Galerie.

Mit CHAdeMO kompatibel

ChaoJi-1 soll in Zukunft so gestaltet sein, dass Kommunikationsprotokolle zwischen Ladegeräten und Fahrzeugen sowie der Steckverbinder an sich mit CHAdeMO 3.1 kompatibel ist, der neuesten Version des CHAdeMO-Standards. Der war vorrangig an japanischen Autos verbaut, konnte weltweit jedoch keine größeren Märkte erschließen. Mittlerweile bezeichnet sich der CHAdeMO-Verband selbst als "internationales Kooperationsforum", das nicht auf Japan und China begrenzt sei.

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CHAdeMO 3.1 ist für Ladeleistungen von 500 kW ausgelegt und über Adapter wiederum kompatibel mit dem in Europa verbreiteten Combined Charging Standard (CCS). Anfangs schien sich CCS sogar in den USA erfolgreich durchzusetzen. Mittlerweile dominiert dort der Tesla-Standard NACS (North American Charging Standard). General Motors, Volvo, Ford, Mercedes, Rivian oder Fisker haben bei ihren Elektroautos den Ladestecker der amerikanischen Modelle bereits auf Tesla-Technik umgestellt.  © auto motor und sport

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