Die Krise im Kasai hat die Lage für die Kinder im Land enorm verschärft. Neben der Ernährungsunsicherheit leben sie in der ständigen Gefahr, von Milizen rekrutiert zu werden. Beinahe 60 Prozent der Mitglieder der Milizen sind Kinder, oft jünger als 15 Jahre.

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Umso wichtiger sind Zentren wie Mpokolo Wa Moyo, das 1996 gegründet wurde und mit großem Einsatz von dem Belgier Ivo Vanvolsem geführt wird. Es hat die Aufgabe, Kinder aus bewaffneten Gruppen und Kinder, die im Gefängnis waren, wieder in die Gesellschaft zu integrieren und mit ihren Familien zu vereinen.

Gemeinsam mit UNICEF und Partnern aus der Gemeinde erhalten die Kinder medizinische und psychologische Betreuung. Normalerweise bleiben die Kinder zwei Monate in dem Zentrum und kehren dann entweder in ihre Familie oder eine Gastfamilie zurück. Hierbei ist die Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft enorm wichtig.

Rückführung eine sensible Aufgabe

Dass diese Rückführung nicht immer leicht ist und gelingt, erzählt mir der 16-jährige Francois* (Name geändert). Er lebte acht Monate bei bewaffneten Gruppen und hatte dort die Aufgabe, Verwundete zu verarzten. Gemeinsam mit anderen Kindern aus seinem Dorf wurde er von den Milizen gekidnappt – als einziges Kind kehrte er lebend zurück.

Was seiner Familie große Freude bereitete, rief in der Dorfgemeinschaft Ablehnung hervor. Warum hatte ausgerechnet er als einziges Kind überlebt? Dieser Druck und die Angst um sein Leben ließen Francois in den Schutz des Zentrums zurückkehren. Er absolviert nun eine Ausbildung zum Mechaniker – doch die Zukunft mit seiner Familie bleibt ungewiss.

Momentan leben 60 Mädchen und Jungen in Mpokolo Wa Moyo. Von 2013 bis 2017 betreute das Zentrum mehr als 2.000 Kinder.

Lesen Sie auch Teil 1 und Teil 2 unserer Projektreise.

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