In den Urlaub verreisen die Deutschen am liebsten mit dem Auto. Flexibilität und Unabhängigkeit machen den PKW als Transportmittel attraktiv. Damit einer sicheren und sorgenfreien Autoreise nichts im Weg steht, sollte sie im Voraus gut geplant werden. Wir erklären, worauf es ankommt.

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Laut Zahlen des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Statista nutzten im Jahr 2018 etwa 74 Prozent der Deutschen den PKW, um innerhalb Deutschlands in den Urlaub zu fahren. 34 Prozent nutzen den eigenen Wagen demnach auch für den Trip ins Ausland.

Vor allem bei diesen Reisen sollte man sich vorab über die Verkehrsregeln des jeweiligen Landes informieren. Denn bereits in unseren direkten Nachbarländern gelten andere Höchstgeschwindigkeiten, meist höhere Bußgelder bei Verstößen und auch die Parkregeln können sich unterscheiden.

Check in der Werkstatt

Wer eine weite Fahrt oder eine längere Rundreise plant, sollte die Pegel des Motoröls und der anderen Flüssigkeiten überprüfen und gegebenenfalls auffüllen. Wenn der letzte Service oder TÜV schon einige Monate her ist, lohnt es sich, eine Durchsicht in einer Werkstatt durchführen zu lassen.

Durch das Gepäck erhöht sich das Gewicht des Autos, deshalb auch einen Blick auf den Reifendruck werfen und bei großer Zuladung auf das Maximum erhöhen. Die erforderlichen Angaben stehen in der Betriebsanleitung, häufig auch in der Fahrertür oder im Tankdeckel.

Auto-Ausstattung im Ausland

Je nach Land unterscheiden sich auch die Vorschriften, darüber, was im Auto mitgeführt werden muss. Während in Deutschland eine Warnweste pro Fahrzeug ausreichend ist, muss beispielsweise in Italien oder Frankreich bei einer Panne oder einem Unfall außerorts für jeden Insassen eine Warnweste vorhanden sein. Auch den Verbandskasten sollte man auf Vollständigkeit und Haltbarkeit prüfen.

Vignetten unbedingt vorab kaufen, denn wer im entsprechenden Land auch nur wenige Kilometer Autobahn ohne Plakette fährt, dem drohen hohe Bußgelder. Das österreichische "Pickerl" gibt es neben der Aufkleber-Variante mittlerweile auch in digitaler Form. Sie kann man online bestellen, dieser Service benötigt allerdings ein paar Tage Vorlauf.

Auch für einige Sondermaut-Strecken, wie den Brenner oder Tauerntunnel kann die Maut bereits im Voraus online bezahlt werden, die Durchfahrt erfolgt dann per Video-Scan des Kennzeichens. So erspart man sich langes Warten vor den Mautstellen.

So manche Sommerferien beginnen und enden im Stau. Da kann ein wenig Ablenkung nicht schaden. Hier haben wir ein paar Tipps und Ideen.

Kofferraum packen

Schwere Gepäckstücke gehören als erstes eingeladen, leichtere Sachen kommen dann darauf. Ein Kofferraumnetz oder Gurte zum Festschnallen verhindern, dass Teile bei einer Panne oder Unfall in den Fahrgastraum geschleudert werden.

Wer unsicher ist, ob alles ins passt, kann das Auto ein paar Tage vorher probeweise bepacken, dann geht es vor Abfahrt schneller.

Verbandkasten, Warndreieck und Warnwesten sollten trotzdem immer griffbereit sein. Beim Packen auch daran denken, dass der Blick nach hinten frei sein sollte.

Wem der Platz im Kofferraum nicht ausreicht, kann das Ladevolumen mit einer Dachbox erheblich erweitern. Das maximale Zuladungsgewicht des Autos steht im Fahrzeugschein.

Verpflegung für Fahrt mitnehmen

Getränke sollte man immer dabei haben, denn ausreichend Flüssigkeit ist wichtig für die Konzentration. Wer auch etwas zu essen dabei hat, kann flexibel Pausen einlegen und ist bei einem möglichen Stau versorgt.

Kinder unterhalten

Wenn Kindern langweilig wird, kann die Fahrt anstrengend werden. Deshalb unbedingt Spiele, Filme oder Hörbücher mitnehmen. Das lenkt ab und lässt die Zeit schneller vergehen. Auch typische Autospiele, wie "Kennzeichen raten" oder "Ich sehe was, was du nicht siehst", sorgen für Abwechslung und Spaß auf der Fahrt. Der ADAC empfiehlt mit Kindern alle eineinhalb Stunden eine Pause einzulegen und sich an einer Raststätte kurz die Beine zu vertreten.

Nicht vergessen: Auch durch die Autoscheiben bekommt die Haut UV-Strahlung ab. Deshalb auf langen Fahrten mit einem Sonnenschutzmittel eincremen.

Verwendete Quellen:

  • Statista: Verkehrsmittel im Urlaub
  • ADAC: Verkehrsvorschriften im Ausland
  • ADAC: Reisen mit Kindern
  • TÜV SÜD: Gepäckverteilung im Auto