Eltern von Schulanfängern dürfen ihren Kindern gern aus ihrer Schulzeit erzählen. Über die eigenen schlechten Noten sollten sie sich aber vorerst ausschweigen, rät die Expertin. Solche Aussagen zum Schulanfang könnten unnötig Ängste bei den Kleinen schüren.

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Der erste Schultag steht vor der Tür: Bei einigen Eltern weckt das sofort Erinnerungen an muffige Turnhallen, Stuhlkreis und den ersten Vokabeltest.

Außerdem denken viele Mütter und Väter an die eine oder andere schlechte Note: Sollte man seinem Schulkind ganz offenherzig davon berichten?

"Nein", lautet die klare Antwort von Ulric Ritzer-Sachs, Onlineberater bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Erstklässlern könne so etwas unnötig Angst einjagen, vor allem wenn die Botschaft mitschwingt: "Vielleicht ergeht es dir auch so."

Die Welt der Kinderbücher ist bunt und immer gibt es ein Happy End. Na ja, fast immer. Denn es gibt auch Autoren, die das Medium Kinderbuch nutzen, um ernste und schwierige Themen anzusprechen.

Psychologisch nicht gut, über schlechte Noten zu sprechen

Die Geschichten von der 5 in Erdkunde oder Englisch sollten sich Eltern besser für einen späteren Zeitpunkt aufheben, etwa wenn aus dem Schulanfänger ein Siebtklässler geworden ist.

Völlig verschweigen müssen Eltern ihre eigenen Leistungen in der Schule aber nicht. In manchen Fällen kann es sogar helfen, wenn sie von ihren Erfahrungen berichten - zum Beispiel dann, wenn das Kind viele Ängste vor der Schule hat.

Mutter und Vater können dann vielleicht von eigenen Unsicherheiten erzählen. Dann sei es aber auch wichtig, zu beschreiben, wie sie die gemeistert haben. (dpa/ncs)