• Tagsüber warm, nachts kalt - die Temperaturen im Frühling können stark schwanken.
  • Heizungsregler also runter, dann wieder rauf? Ein Experte gibt Tipps, wie es besser geht.

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Der April macht, was er will: Bodenfrost, Regen und manchmal auch sommerliche 20 Grad. Das schwankende Wetter führt dazu, dass sich viele Menschen beim Heizen im Frühling am Auf und Ab der Außentemperaturen orientieren. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verbandes Flüssiggas (DVFG):

  • 54 Prozent der Befragten richtet sich beim Regulieren der Heizung nach den Außentemperaturen.
  • 23 Prozent nutzen ein automatisiertes Heizsystem, das die Leistung der Heizung flexibel an die derzeitigen wechselhaften Temperaturen anpasst.
  • Bei 16 Prozent steht der Regler konstant auf niedriger Stufe.
  • Nur zwei Prozent heizen im Frühling konstant auf hoher Stufe.
  • Vier Prozent lassen die Heizung im Frühling nach eigenen Angaben ganz aus.

Ein Grad macht großen Unterschied im Geldbeutel

Bewohner können Energie sparen, wenn sie die Temperatur der Heizung etwas runterdrehen - ein Grad mache etwa sechs Prozent Energie aus, erklärt Inse Ewen von der Verbraucherzentrale Bremen.

So können in einem Haus je nach Verbrauch 80 bis 100 Euro im Jahr gespart werden. Meist ist es im Frühling aber nicht sinnvoll, die Heizung rauf und runter zu drehen oder zwischendurch ganz auszuschalten.

"Insbesondere bei einem Altbau mit hohen Decken kühlen dann die Wände schnell aus. Es kostet dann viel Energie, den Raum wieder warm zu bekommen", erklärt Ewen.

  • Besser sei es, konstant die Heizung auf eine Stufe zu stellen oder zwischendurch um wenige Grad abzusenken.

Eine Ausnahme gilt bei Neubauten: "Passiv- oder Niedrigenergiehäuser sind in der Regel besser gedämmt, daher entweicht weniger Wärme und die Räume halten angenehme Temperaturen länger."

Wie wird der Raum schnell warm?

Um die Wunschtemperatur schnell zu erreichen, bringt es auch wenig, die Heizung voll aufzudrehen. "Dadurch heizt sich der Raum nicht schneller auf", sagt Ewen. "Viele denken, wenn sie das Ventil ganz aufdrehen, fließt mehr Wärme durch die Leitung." Das sei aber ein Irrglaube. Das Aufheizen des Raumes könne man so nicht abkürzen.

Die Energieberaterin erklärt: "Stellt man die Heizung auf Stufe drei - schaltet sich der Thermostatkopf automatisch bei etwa 20 Grad aus und hält diese Temperatur im Raum." Steht die Heizung auf Stufe fünf, heizt sie die Raumtemperatur weiter auf etwa 28 Grad hoch. "Doch der Raum erreicht dadurch nicht schneller 20 Grad", gibt sie zu bedenken.

Wichtig fürs Raumklima: Luftfeuchtigkeit

Zum perfekten Raumklima gehört laut DVFG neben Wärme genügend Sauerstoff. Die Empfehlung: im Frühling häufiger zu lüften, aber nicht nachts bei sinkenden Temperaturen.

Wer sich unsicher ist, wie lange und wie oft er oder sie lüften sollte und wie warm der Raum ist, kann dies prüfen. Ewen empfiehlt dazu ein Hygrometer, der die Luftfeutchigkeit anzeigt.

  • Als Faustregel gilt: Die Luftfeuchtigkeit sollte höchstens bei 55 Prozent liegen - bei höheren Werten sollten Bewohner lüften, um Schimmelbildung zu verhindern.

"Das Fenster sollte man nicht auf Kipp stellen, sondern besser häufiger Stoßlüften", rät Ewen. In Wohnräumen gelten Temperaturen zwischen 19 bis 21 Grad als angemessen. Im Schlafzimmer sowie anderen Räumen etwa 16 bis 18 Grad. "Unter 16 Grad sollten die Räume aber nicht auskühlen. Denn das steigert das Schimmelrisiko enorm", warnt die Energieberaterin. (dpa/af)

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