Greenpeace-Mitglieder sind Amazon auf das Dach in Winsen/Luhe gestiegen: Rund Mitglieder der Umweltorganisation protestieren gegen die Vernichtung von Retouren.

Mehr aktuelle News finden Sie hier

Rund 30 Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace harren weiter auf dem Dach des Logistikzentrums von Amazon in Winsen/Luhe aus. "Wir sind weiter vor Ort", sagte Viola Wohlgemuth als Sprecherin der Aktion am Dienstagmorgen.

Die Umweltschützer wollen mit der Aktion gegen die Vernichtung neuer Waren protestieren, die Amazon als Retouren zurücknimmt. Sie wollen bis Dienstagabend um Mitternacht auf dem Dach bleiben.

Anlass der Proteste von Greenpeace ist der "Prime-Day", bei dem Amazon am Montag und Dienstag mit besonderen Rabatten wirbt.

"Wir gehen davon aus, dass das im Lauf des heutigen Tages beendet ist", sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Harburg. Von den Aktivisten würden die Personalien erhoben, wenn sie das Dach verließen. Es gehe um den Vorwurf des Hausfriedensbruchs.

Amazon: "Prime-Day" als Anlass der Greenpeace-Proteste

Nach Angaben von Greenpeace gehen rund 30 Prozent aller Amazon-Retouren nicht wieder in den direkten Verkauf. Amazon hatte im Juni erklärt, die überwiegende Mehrheit der zurückgegebenen Produkte komme erneut in den Verkauf, gehe an Lieferanten zurück oder werde je nach Zustand an gemeinnützige Organisationen gespendet.

Anlass der Proteste von Greenpeace ist der "Prime-Day", bei dem Amazon am Montag und Dienstag mit besonderen Rabatten wirbt. Der Internet-Versandhändler will rechtliche Schritte gegen die Organisatoren der Aktion prüfen. Der Protest sei illegal und gefährde Beteiligte und Mitarbeiter, hieß es.  © dpa

Bildergalerie starten

Die Milliardäre des 21. Jahrhunderts

Seit Jahren führen Amazon-CEO Jeff Bezos und Microsoft-Gründer Bill Gates die "Forbes"-Liste der reichsten Menschen der Welt an. Ihre Milliarden lassen sich kaum noch zählen. Doch auch diese Stars aus Mode und Unterhaltung haben die Milliarden-Grenze auf dem Konto geknackt.