Fast jeder Dritte in Deutschland rechnet mit negativen Auswirkungen der Ibiza-Affäre in Österreich auf das Ergebnis der AfD bei der Europawahl am kommenden Sonntag.

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Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur meinen 28 Prozent, dass die Affäre um den inzwischen zurückgetretenen Vorsitzenden der rechtspopulistischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, nicht ohne Folgen für die deutsche Schwesterpartei AfD bleibt. 39 Prozent rechnen dagegen nicht mit Auswirkungen auf das Wahlergebnis der AfD, 33 Prozent machten keine Angaben.

Ungeachtet der Ibiza-Affäre glauben aber 52 Prozent der Befragten, dass es bei der Europawahl zu einem Rechtsruck kommen wird. 21 Prozent gehen nicht davon aus, 27 Prozent machen keine Angaben.

Der FPÖ-Vizekanzler Strache war am Samstag zurückgetreten, nachdem ein heimlich aufgenommenes Video mit ihm aus dem Jahr 2017 veröffentlicht worden war. Es zeigt, wie Strache einer vermeintlichen russischen Oligarchin auf Ibiza unter anderem öffentliche Aufträge in Aussicht stellte, wenn sie seiner Partei zum Wahlerfolg verhelfe. Das Video stürzte die Regierung von Bundeskanzler Sebastian Kurz in eine tiefe Krise. Am Montag muss sich Kurz aller Voraussicht nach einer Vertrauensabstimmung stellen.  © dpa

Die sogenannte Ibiza-Affäre wirft die österreichische FPÖ in eine Tiefe Krise. Der rechtspopulistischen Schwesterpartei aus Deutschland kommt das eine Woche vor der Europawahl denkbar ungelegen. Steckt die AfD in der Ibiza-Falle?