Ein Gericht der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen hat sechs Palästinenser zum Tode verurteilt, weil sie mit Israel zusammengearbeitet haben sollen.

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Ob die fünf Männer und eine Frau bei einer kürzlich gescheiterten Geheimoperation der israelischen Armee geholfen haben sollen, wollte das Innenministerium in Gaza am Montag nicht sagen. Ebenso nicht, was die Palästinenser genau getan haben sollen.

Drei der Verurteilten sollen erschossen werden, drei erhängt. Wann die Urteile vollstreckt werden sollen, war zunächst unklar. Die Männer und die Frau seien zwischen 26 und 55 Jahre alt, hieß es. Darüber hinaus wurden sieben Palästinenser wegen Kollaboration zu 6 bis 15 Jahren Haft und Zwangsarbeit verurteilt.

Es ist nicht die erste Hinrichtung

Im November war eine verdeckte israelische Einheit von militanten Hamas-Kämpfern im Gazastreifen enttarnt worden, es kam zu einem heftigen Feuergefecht. Anschließend schossen militante Palästinenser Hunderte Raketen nach Israel. Die israelische Luftwaffe flog Luftangriffe auf militärische Ziele.

Kurz darauf nahm die Hamas nach Angaben aus Sicherheitskreisen drei mutmaßliche Kollaborateure fest. Die Palästinenser sollen der israelischen Einheit dabei geholfen haben, in das Küstengebiet einzudringen, wie es hieß.

Die Hamas richtet immer wieder Palästinenser hin, die sie der Zusammenarbeit mit Israel beschuldigt. 2016 wurden zudem erstmals seit der Machtübernahme der Hamas 2007 Menschen für Mord exekutiert.

Israel, die EU und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein. Sie hat sich die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben.  © dpa

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