Der Anwalt von Ex-US-Präsident Trump hat das Vorgehen der Justiz gegen seinen Mandanten scharf verurteilt. "Alles an diesem Fall ist absolut faul", sagte Jim Trusty dem Fernsehsender CNN am Donnerstagabend (Ortszeit). Kurz zuvor hatte Trump bekannt gemacht, dass im Zusammenhang mit den Ermittlungen zur Mitnahme vertraulicher Regierungsdokumente Anklage gegen ihn erhoben worden sei. Sein Mandant habe sofort erkannt, dass "dies ein historischer Vorgang ist, der den Rubikon überschreitet". Das US-Justizministerium habe sich zur Waffe der demokratischen Partei machen lassen und diene der amtierenden Regierung, sagte Trusty weiter. Er betonte, dass Trump unschuldig sei.

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Trump will nach den Präsidentenwahlen 2024 für die Republikaner ins Weiße Haus einziehen. Er hatte seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur für die Republikaner im November offiziell angekündigt. Bisher liegt er in Umfragen unter Parteianhängern vorn. Für die Demokraten tritt US-Präsident Joe Biden an, der keine ernstzunehmende parteiinterne Konkurrenz erwartet. Trump hatte das Vorgehen der US-Justiz am Donnerstagabend einmal mehr als politisch motivierte Hexenjagd bezeichnet - und als "Wahleinmischung auf höchster Ebene".

Trump hatte zuvor bei dem von ihm mitbegründeten Portal "Truth Social" mitgeteilt, dass er angeklagt worden sei. Vom US-Justizministerium gab es zunächst noch keine Stellungnahme. Die Bundespolizei FBI hatte Trumps Privatanwesen Mar-a-Lago in Florida im August durchsucht und diverse Verschlusssachen beschlagnahmt, einige mit höchster Geheimhaltungsstufe. Dadurch, dass der Republikaner die Unterlagen lange nach seinem Abschied aus dem Amt in seinem Privathaus aufbewahrt hatte, könnte er sich strafbar gemacht haben.  © dpa

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