Im Ruhrgebiet hat sich eine Gruppe Jugendlicher an einer bisher eher ungewöhnlichen Diebstahlmasche versucht – mit Erfolg. Die Tatverdächtigen sind bis heute flüchtig, obwohl sie während ihres Beutezugs gänzlich unmaskiert waren. Die Polizei bittet um die Mithilfe der Bevölkerung.

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Zehn junge Männer betreten kurz vor Ladenschluss eine Parfümerie, die Gruppe verteilt sich in dem Geschäft und scheint sich umzuschauen. Dann geht plötzlich alles ganz schnell: Auf ein Zeichen greifen alle zehn Männer gleichzeitig in die Regale, nehmen so viele Parfüms wie möglich an sich und stürmen als Gruppe wieder aus dem Laden heraus.

Diese Szene hat sich in Bottrop in Nordrhein-Westfalen abgespielt, der Vorfall ereignete sich bereits Ende 2024. Kurios: Obwohl die Jugendlichen bei ihrem Diebeszug nicht maskiert waren, sind alle zehn Tatverdächtigen bis heute flüchtig und ihre Identität unbekannt.

Polizei Recklinghausen bittet Bevölkerung um Mithilfe

Aus diesem Grund hat die Polizei Recklinghausen nun mehrere Fotos von der Überwachungskamera des Ladens und weitere Details zu dem Vorfall veröffentlicht. Demnach ereignete sich die Tat am 12. November 2024 zwischen 18:05 Uhr und 18:10 Uhr in der Stadt-Parfümerie Pieper in der Hauptstraße 46 in Bottrop.

Wer einen der Männer auf den Fotos erkennt oder Informationen zu dem Vorfall hat, soll sich umgehend an die Kriminalpolizei in Recklinghausen wenden, welche Hinweise entweder telefonisch unter 0800/2361111 oder per Mail (poststelle.recklinghausen@polizei.nrw.de) annimmt.

Videos von "Flashrob"-Aktionen verbreiten sich im Netz

Das dreiste Vorgehen der Täter nennt sich "Flashrob", das Phänomen ist bisher hauptsächlich in den USA und Südamerika bekannt. Durch Videos der Raubzüge auf TikTok und Instagram haben "Flashrobs" aber mittlerweile auch in Deutschland an Bekanntheit gewonnen.

Bei einem "Flashrob" verabredet sich eine Gruppe von Menschen miteinander, um gezielt gemeinsam Geschäfte zu plündern. Durch die große Anzahl an beteiligten Personen ist es Ladenbesitzern und Sicherheitspersonal nur schwer möglich, einzelne Personen aufzuhalten.

Die Täter nutzen das Überraschungsmoment und das damit einhergehende Chaos – wer eingreifen will, wird von den vielen Dieben schlichtweg überrannt.

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