In Thüringen wählte ein Mann innerhalb von zwei Stunden fast 90 Mal den Notruf der Polizei. In einer Notlage befand sich der Anrufer trotz der zahlreichen Anrufe aber offenbar nicht.

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Der Notruf der Polizei sollte eigentlich nur dann gewählt werden, wenn man sich in einer gefährlichen Situation befindet oder glaubt, dringend Hilfe zu benötigen. Grundlos sollte man die 110 indes nicht wählen, denn das gilt als Notrufmissbrauch.

Doch genau das hat in der Nacht zu Mittwoch offenbar ein Mann aus dem thüringischen Niederschmalkalden getan - und zwar nicht einmal, sondern fast 90 Mal innerhalb von nur etwa zwei Stunden, wie die Landespolizeiinspektion Suhl in einer Pressemitteilung schreibt.

Als die Beamten die Notrufe des Unbekannten entgegennahmen, habe dieser nicht reagiert, sondern ohne etwas zu sagen wieder aufgelegt. Danach habe der Unbekannte wieder angerufen, "ohne dass er sich in einer Notlage befand".

Ermittlungen führen auf die Spur des Anrufers

Die Ermittlungen der Beamten führten diese dann auf die Spur eines Mannes in Niederschmalkalden, der beim Eintreffen der Polizisten "aggressiv und lautstark" reagiert habe.

Der Mann sei nicht gesprächsbereit gewesen, und auch sein Handy habe er nicht freiwillig abgeben wollen. Aus diesem Grund beschlagnahmten die Beamten das Handy des Mannes.

Doch die Beschlagnahmung des Telefons war noch nicht alles.
Wie es weiter in der Mitteilung der Polizei heißt, erhielt der Mann eine Anzeige wegen Notrufmissbrauchs.  © 1&1 Mail & Media / CF

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