Eine Chinesin verklagt den Badaling Wildlife Park in Peking, weil ihre Mutter dort von einem Sibirischen Tiger zerfleischt wurde. Umgerechnet rund 200.000 Euro will die Frau so erstreiten. Der schreckliche Vorfall ereignete sich letztes Jahr, jetzt landet der Fall vor Gericht.

Auf einem Überwachungsvideo ist der Vorfall teilweise zu sehen. Dort ist zu erkennen, wie eine junge Frau, die Klägerin, aus dem anhaltenden Auto in dem Safaripark aussteigt. Davor wird am Eingang des Zoos ausdrücklich gewarnt.

Die Frau geht ums Auto herum und spricht mit dem Fahrer des Wagens für wenige Sekunden durch die geöffnete Tür.

Dann passiert alles ganz schnell. Wie aus dem Nichts erscheint der Sibirische Tiger hinter der Frau und attackiert sie, zerrt sie mit enormer Kraft davon.

Der Fahrer des Autos eilt ihr sofort hinterher, während kurz darauf ein Ranger-Wagen des Parks von der linken Seite kommend den Tiger verfolgt.

Doch auch die Hintertür des Pkw öffnet sich in dem Moment – die Mutter des Opfers eilt ebenfalls dem Tiger und ihrer attackierten Tochter hinterher.

Der Hilfeversuch kostet die Mutter das Leben

Der zweite Angriff ist nicht auf Kamera festgehalten worden. Bei diesem attackiert ein zweiter Tiger die Mutter bei ihrem Hilfeversuch und tötet sie.

Die Tochter überlebt den Angriff zwar, erleidet dabei aber so schwere Verletzungen, dass sie körperliche Behinderungen davonträgt, wie das Portal "Mirror.co.uk" berichtet.

Nun verklagt die Tochter den Park und erwartet, dass die Betreiber einen Teil der Verantwortung für den Tod ihrer Mutter im Sommer 2016 übernehmen.

Zuvor wurde dem Safaripark bereits nach ersten Ermittlungen bescheinigt, dass trotz des Vorfalls keine Sicherheitsdefizite bestehen.

Laut chinesischer Medien war in dem Park 2014 allerdings bereits ein Tierpfleger durch einen Tiger getötet worden.  © 1&1 Mail & Media/ContentFleet