Der Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Schauspielerin Antje Mönning wurde wegen einer exhibitionistischen Einlage auf einem Parkplatz verurteilt. Ihr Verteidiger hat nun Revision eingelegt: Eine höhere Instanz soll sich mit dem Fall befassen.

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Mönnings Verteidiger Alexander Stevens sagte, dass er eine sogenannte Sprungrevision zum Oberlandesgericht München eingelegt habe. Das Amtsgericht Kaufbeuren hatte die 40 Jahre alte Schauspielerin Anfang Dezember wegen einer Ordnungswidrigkeit zu einer Geldbuße von 300 Euro verurteilt.

Antje Mönning hatte mit durchsichtigem Shirt, Minirock und ohne Unterwäsche auf dem Parkplatz im Allgäu vor drei Männern eine Art Tänzchen gezeigt und dabei den Rock gehoben. Unter den drei Männern waren zwei Zivilpolizisten, die Mönning anzeigten. Der Fall hatte bundesweit für Schlagzeilen gesorgt - auch weil die Schauspielerin früher eine Nonne in der ARD-Serie "Um Himmels Willen" mimte. Sie hatte ihre Nacktshow nicht bestritten, diese aber als eine Kunstaktion bezeichnet.

Gegen Mönning hatte es zunächst einen Strafbefehl wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses gegeben. Diesen Vorwurf hielt der Amtsrichter für nicht zutreffend, die dafür nötige sexuelle Handlung von einiger Erheblichkeit liege nicht vor. Er verurteilte Mönning aber wegen "Belästigung der Allgemeinheit". Anwalt Stevens hatte bereits bei der Verhandlung angekündigt, bis zum Bundesverfassungsgericht gehen zu wollen.  © dpa

Gericht verdonnert "Nacktnonne" Mönning zu Geldstrafe

Für Antje Mönning ist es "künstlerische Freiheit", für andere schlicht Exhibitionismus: Die Schauspielerin, bekannt als Nonne aus der ARD-Erfolgsserie "Um Himmels Willen", wurde wegen obszöner Auftritte auf einem Rastplatz im Allgäu von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt. Sie kündigt trotzdem "weitere Aktionen" an. © RTL Television