Viele medizinische Methoden ändern sich mit der Zeit - einige bleiben. Allerdings hat man gerade in der Medizin und Biologie viele Möglichkeiten, das Geglaubte zu untersuchen und die Wirksamkeit von Medikamenten und Methoden zu belegen.

Aspirin hilft gegen Erkältungen

Aspirin ist der Medikament gegen jedes Weh-Wehchen: Ob Kopfschmerzen, Fieber oder Erkältung - eine Brausetablette hilft angeblich gegen alles.

Tatsächlich: Der Wirkstoff im Aspirin ist die Acetylsalicylsäure, kurz ASS. Dieses einfache Molekül lindert Schmerzen, hemmt Entzündungen, senkt Fieber und lindert laut neuen Studien sogar das Risiko für bestimmte Krebsarten.

Aspirin alleine hilft aber nicht gegen Erkältung, zudem sollte der Patient noch genug trinken, sich schonen und bei starkem Husten und Schnupfen eventuell noch weitere Arzneimittel einnehmen.

Haare und Fingernägel wachsen nach dem Tod weiter

Falsch. Jeder Mediziner lernt schon im Grundstudium, dass mit dem Tod alle Lebensprozesse zu erliegen kommen. Die Zellen sind nach dem Tod nur noch wenige Sekunden bzw. Minuten stoffwechselaktiv, das Wachstum von Haaren und Nägeln bewegt sich hier aber nicht mehr im sichtbaren Bereich.

Doch wie kommt es dann zu dem „Dreitagebart“ bei Leichen? Ganz einfach: In Wirklichkeit trocknet die Haus aus und schrumpft, verborgene Bartstoppern werden sichtbar.

Wunden heilen besser an der Luft

Während man früher auf einen Verband verzichtete, damit die Verletzung an der Luft heilen kann, ist man mittlerweile anderer Ansicht. Ohne Pflaster verschmutzt die Wunde nicht nur schnell, sie trocknet zusätzlich noch aus.

Die für die Heilung zuständigen Enzyme können aber nur arbeiten, so lange die Wunde feucht ist. Aus diesem Grund gibt es heutzutage spezielle Gelpflaster, die die Wunde vor Verunreinigung schützen und gleichzeitig feucht halten.