Die besten Hausmittel bei Erkältung

Eine Erkältung dauert mit Medikamenten sieben Tage und ohne eine Woche. Das Sprichwort kommt nicht von ungefähr: Die chemische Keule ist bei Schnupfen und Husten relativ wirkungslos. Der Körper muss die Erkältung alleine durchstehen. Doch die richtigen Hausmittel können ihn zumindest dabei unterstützen und schonend die Symptome lindern.

Ruhe und Wärme sind wohl mit die besten Hausmittel bei einer Erkältung. Trotzdem sollte man nicht den ganzen Tag im Bett verbringen. Die trockene Heizungsluft zuhause ist für die Schleimhäute nicht gerade ideal. Ein kleiner Spaziergang zwischendurch sollte also immer drin sein.
Klingt nach einem Mythos, hilft aber wirklich: warmes Bier mit Honig. Der Hopfen enthält ätherische Öle und Bitterstoffe. Die wirken beruhigend, antibaktieriell und sorgen so für einen gesunden Schlaf. Um das Immunsystem nicht zu schwächen und dem Körper kein Wasser zu entziehen, sollten Sie aber zur alkoholfreien Variante greifen. Der Honig mildert den bitteren Geschmack.
Auch ein Erkältungsbad kann wahre Wunder wirken. Denn damit wird nicht nur das Wohlbefinden gesteigert. Heilkräuter wie Kamille oder ätherische Ölen lassen die Schleimhäute abschwellen, machen die Atemwege frei und sorgen für eine gute Durchblutung. 20 Minuten bei 35 bis 38 Grad Wassertemperatur sind ideal. Bei Fieber sollte man allerdings nicht in die Wanne steigen.
Das wusste schon Oma: Quarkwickel sind bei Erkältungen vielseitig einsetzbar. Der Hauptbestandteil von Quark, das Kasein, wirkt entzündungshemmend, schmerzlindernd und abschwellend. Ein lauwarmer Wickel am Hals kann also echte Besserung verschaffen. Bei Fieber kommt der Quark zur Kühlung auf die Stirn.
Die Wirkung warmer Getränke spürt man schon beim ersten Schluck. Der Rachenraum ist dankbar für jede Flüssigkeit, die das ständige Kratzen beruhigt. Gerade Salbeitee lindert Reizungen besonders gut. Aber auch jedes andere warme Getränk löst den Schleim, öffnet die Nebenhöhlen und sorgt für Entspannung. Viel trinken ist vor allem bei Husten wichtig, da so die Schleimhäute nicht austrocknen.
Apropos warme Flüssigkeiten: Die gute alte Hühnerbrühe ist bei Erkältungen besser als jedes Nahrungsergänzungsmittel. Sie gibt dem Körper eine ordentliche Portion Elektrolyte und Zink. Letzterer erweist sich in vielen Studien als besonders wirksam gegen Schnupfen und Husten. Dazu kommt noch der Eiweißstoff Cystein, der dabei hilft, dass die Schleimhäute abschwellen.
Die Schleimhäute arbeiten bei einer Erkältung auf Hochtouren. Der Rachenraum muss daher besonders gut gepflegt werden. Gurgeln ist dabei einfach und effektiv. Da braucht es auch keine speziellen Lösungen. Ein Glas Wasser mit ein wenig Salz, Salbei, Kamille oder anderen wohltuenden Kräutern reicht völlig.
Bei Ohren- oder Halsschmerzen kann ein Zwiebelwickel Linderung verschaffen. Die Wurzel enthält viele entzündungshemmende Stoffe. Die gehackten Zwiebeln kommen dazu in ein Tuch und werden leicht gepresst, damit der Saft austritt. Dann kommt der Wickel für 20 bis 30 Minuten auf die entsprechende Stelle.
Nicht nur als Wickel entfaltet sie ihre Wirkung, auch als Hustensaft ist die Zwiebel äußerst effektiv. Dazu kleine Zwiebelwürfel zusammen mit Kandiszucker bei schwacher Hitze aufkochen, anschließend eine Weile stehen lassen und durch ein Tuch sieben. Die ätherischen Öle, schwefelhaltigen Verbindungen und Flavonoide beruhigen die Bronchien und lindern den Hustenreiz.
Hier wird die Nase endlich wieder frei. Beim Inhalieren werden die Atemwege befeuchtet und der dicke Schleim verdünnt. Damit kann er besser abfließen. Salz oder ätherische Öle braucht es hier nicht. Latschenkieferöl ist am besten geeignet, Kamille wirkt gegen Keime, Thymian entkrampfend.
Auch dieses Hausmittel sollten Sie mal probiert haben: Feuchte Tücher auf Stirn oder Gesicht befreien die Stirn- und Nasennebenhöhlen. Interessant dabei: Ob warm oder kalt spielt keine Rolle. Ein Coolpack hilft laut Experten genauso, wie der warme Waschlappen. Letzlich entscheiden Sie selbst, was angenehmer ist.