Der europäische Fahrzeughersteller Stellantis und Ample aus San Francisco bieten künftig ein Netz von Batteriewechsel-Stationen an. Zunächst soll eine Flotte von einhundert Fiat 500 Elektro aus dem Carsharing-Angebot von Free2move in Madrid davon profitieren. Das Angebot könnte aber auch bald in anderen Regionen verfügbar sein. Zudem soll der Batteriewechsel künftig auch bei Marken wie Citroën, Peugeot, Jeep und Maserati funktionieren.

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Batterie in 5 Minuten wieder voll

Mit dieser Technologie könne eine geladene Batterie in weniger als fünf Minuten getauscht werden, berichten die beiden Partner. Der Fiat 500 Elektro wurde von Stellantis wegen seiner Marktpräsenz ausgewählt, weil das Modell weltweit im Verkauf ist und auf mehreren europäischen Märkten zu den BEV-Bestsellern zählt. Bald soll der Batteriewechsel aber auch bei anderen Fahrzeugen von Stellantis möglich sein.

Das Konzept ähnelt dem des chinesischen Elektroautoherstellers Nio. In Europa bietet Nio bislang 13 Wechselstationen an – auch in Deutschland. Nio-Akkus können unter anderem in Zusmarshausen an der A8 zwischen München und Stuttgart sowie am Autobahnkreuz Hilden gewechselt werden.

Das macht die Ample-Technologie anders

Ample hat Batteriemodule entwickelt, die in jedes beliebige Elektroauto passen sollen. Diese modularen Batterien ersetzen die originalen Akkupakete des Herstellers. Stellantis passt die elektrischen Fiat 500 entsprechend an diese Tauschmodule an, ohne die eigentliche Fahrzeugplattform ändern zu müssen.

Als weiterer Vorteil wird genannt, dass eine Ladestation in nur drei Tagen aufgestellt werden kann. Dabei sind diese außerdem modular zu mehreren Tausch-Stationen erweiterbar. Nähert sich dann ein Ample-fähiges Fahrzeug einer solchen Station, soll es automatisch erkannt werden. Nach dem Einparken kann dann per App der Tauschvorgang gestartet werden.

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Abonnenment-System

Die Batterietechnologie soll in Kombination mit einem Abonnement zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Unternehmen senke dies die Anschaffungskosten des Fahrzeugs und ermögliche es den Kunden, immer von der neuesten Batterietechnologie zu profitieren. In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen außerdem, wie Stellantis am kontaktlosen Laden für künftige Elektroautos forscht.  © auto motor und sport

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