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  • Der M+S Booster 400 A bietet eine absolut überzeugende Leistung für den mit Abstand kleinsten Preis. Und auch das Drumherum stimmt: vorbildliche Anleitung, guter Gehäuseschutz, kompakte Polklemmen. Hier gibt es weitere Informationen zum Testsieger.

Wenn eine schwächelnde Autobatterie es nicht mehr schafft, den Anlasser in ausreichend Schwung zu versetzen, können batteriebestückte Starthilfegeräte, vulgo "Akku-Booster" ein echter Segen sein. Sie liefern Strom und meist sogar Licht, um zu sehen, wo die rettenden Starthilfekabel samt Polklemmen platziert werden müssen. Und auch wenn Handy oder Laptop mangels Saft nicht mehr wollen, lassen sich solche Verbraucher vom Akku-Booster via USB-Ausgang zum Leben erwecken. Hier geht’s zum Test von aktuellen Akku-Boostern bis und über 15.000 mAH.

Video: So gebt Ihr korrekt Starthilfe!

Wenn die mit Lithium-Ionen-Akkus bestückten Akku-Booster schon etwas länger in der Werkstatt liegen und/oder Minusgrade herrschen, kommen nicht rechtzeitig aufgeladene Geräte dieser Art schnell an ihre Grenzen. Erschwerend kommt hinzu, dass Lithium-Ionen-Akkus idealerweise mit 50 bis 70 Prozent Kapazität gelagert werden sollten. Wer besagten Akkus aus vermeintlicher Fürsorglichkeit immer die vollen 100 Prozent verpasst, sorgt zwar für stetige Starthilfe-Bereitschaft, beschleunigt aber deren Verschleiß. Kurzum: Beim Thema Akku-Booster herrscht ein gewisser Interessenkonflikt. Die Alternative zum Akku-Booster heißt Kondensator-Booster.

Diese Kondensatoren haben wir getestet

BC BATTERY CONTROLLER Jumpstarter Supercab

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Netzladegerät, Ersatzsicherung
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster, Minus-Polklemme mit Sicherheitsschalter, Plus-Polklemme mit Sicherung, Ladeeingang 15 V/3 A
    Herstellungsland: k. A.
    Abmessungen: (L x B x H) 330 x 275 x 145 mm, Kabellänge 1.000/1.000 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 200 mm; Gewicht: 4.635 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Einfache Bedienung, problemloses Starten der Benziner und des Diesels (Aufladen aber nur über Netzgerät oder volle 12-V-Batterie möglich!), sehr lange und praxisgerechte Starthilfekabel, ordentliche Verarbeitung

(-) Anleitung zwar recht ausführlich, aber z. T. schlecht übersetzt und nur als dunkle A4-Kopie; vergleichsweise schwer, unhandlich und teuer; Polklemmen riesig, nichts für kleinere Batterien

Fazit: Der Elefant im Gazellen-Umfeld. Für Kleinkaliber nicht geeignet, aber wer neben der Boss Hoss und dem V8-Mustang noch einen Traktor oder andere 12-Volt-Monster in der Garage hat, kauft richtig. Eher ein Werkstattgerät.

auto motor und sport-Urteil: befriedigend

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BGS Starthilfegerät Art. 74240

  • Lieferumfang: Starthilfegerät
    Ausstattung: LC-Display mit Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 167 x 106 x 47 mm, Kabellänge 170/145 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 95 mm; Gewicht: 682 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich, einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (um 2,5 Minuten Aufladezeit); Dieselstart im zweiten Versuch erfolgreich (2 Minuten Aufladezeit), insgesamt problemlos; gute Verarbeitung; kompakte Abmessungen, motorradtauglich; attraktiver Preis

(-) Außer direktem Batterieanschluss keine weiteren Auflademöglichkeiten; relativ magere Ausstattung; keine Tasche o. Ä. Aufbewahrungsmöglichkeit im Lieferumfang

Fazit: Die vermeintliche Schwäche (rudimentäre Ausstattung) erweist sich unter bestimmten Bedingungen (z. B. Motorradbetrieb) als Stärke und Alleinstellungsmerkmal – handlicher und kompakter ist kein anderes Testgerät.

auto motor und sport-Urteil: gut

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ELPARTS Reanimator Surge

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Ladekabel für Zigarettenanzünder, Maulschlüssel 10/12 mm, Aufbewahrungsbeutel
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie, Ladeeingang 12 V/10 A und USB 5 V/2 A, Vorglüh-Modus, Bypass-Modus
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 235 x 190 x 63 mm, Kabellänge 430/510 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 110 mm; Gewicht: 1.964 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich, sehr einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (unter 3 Minuten Aufladezeit) und des Diesels (unter 3 Minuten); gute Verarbeitung mit extra Kantenschutz; sehr attraktiver Preis

(-) Maulschlüsselweite in der Lieferumfangs-Aufstellung falsch (ist ein 12er statt 13er)

Fazit: Im Quartett der "sehr ähnlichen" Starthelfer ist das Elparts-Gerät das Discount-Angebot. Als Bonus gibt es längere Kabel, besseren Gehäuseschutz und kompaktere Polklemmen als bei den teureren Geräten von GYS und Panther.

auto motor und sport-Urteil: sehr gut

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GYS Startronic 800

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Ladekabel für Zigarettenanzünder, Maulschlüssel 10/12 mm, Aufbewahrungsbeutel
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie, Ladeeingang 12 V/10 A und USB 5 V/2 A, Vorglüh-Modus, Bypass-Modus
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 225 x 183 x 60 mm, Kabellänge 260/300 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 140 mm; Gewicht: 1.840 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich, sehr einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (unter 3 Minuten Aufladezeit) und des Diesels (rund 2,5 Minuten); gute Verarbeitung

(-) Extrem ambitionierter Preis; Gehäuse ohne extra Kantenschutz; Polklemmen relativ groß und ggf. nicht motorradtauglich

Fazit: Ein gutes und sehr praxisgerechtes Gerät, doch der Preis ist im Vergleich zum direkten Wettbewerb (Elparts, Kunzer, Panther) viel zu hoch. Es war bei Redaktionsschluss auch nicht mehr im Westfalia-Programm zu finden.

auto motor und sport-Urteil: gut

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KUNZER Starthilfe CSC 12

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Ladekabel für Zigarettenanzünder, Maulschlüssel 10/12 mm
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie, Ladeeingang 12 V/10 A und USB 5 V/2 A, Vorglüh-Modus, Bypass-Modus
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 235 x 190 x 63 mm, Kabellänge 430/510 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 110 mm; Gewicht: 1.964 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich (aber lieblos auf einem A4-Zettel), sehr einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (rund 3 Minuten Aufladezeit) und des Diesels (rund 4 Minuten); gute Verarbeitung mit extra Kantenschutz; Preis noch im Rahmen

(-) Keine Tasche o. Ä. Aufbewahrungsmöglichkeit im Lieferumfang

Fazit: Ähnelt sehr stark dem (deutlich günstigeren) Elparts und arbeitet genauso souverän. Die Polklemmen fallen etwas kompakter als bei den ebenfalls sehr ähnlichen Geräten von GYS und Panther aus – was u. U. entscheidend sein kann.

auto motor und sport-Urteil: gut

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M+S Booster 400 A

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Ladekabel für Zigarettenanzünder, Maulschlüssel 10/12 mm
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie, Ladeeingang 12 V/10 A und USB 5 V/2 A, Vorglüh-Modus, Bypass-Modus
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 213 x 132 x 57 mm, Kabellänge 180/245 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 110 mm; Gewicht: 1.380 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich, sehr einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (um 2,5 Minuten Aufladezeit) und des Diesels (um 2,5 Minuten); gute Verarbeitung mit extra Kantenschutz; kompakte Abmessungen; sehr attraktiver Preis

(-) Keine Tasche o. Ä. im Lieferumfang; Starthilfekabel dürften länger sein

Fazit: Eine absolut überzeugende Leistung für den mit Abstand kleinsten Preis. Und auch das Drumherum stimmt: vorbildliche Anleitung, guter Gehäuseschutz, kompakte Polklemmen. Schlussendlich der klare Testsieger.

auto motor und sport-Urteil: sehr gut

PANTHER-BATTERIEN Ulcon 12

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, Ladekabel für Zigarettenanzünder, Maulschlüssel 10/12 mm
    Ausstattung: LED-Anzeige für Ladezustand Booster/Batterie, Ladeeingang 12 V/10 A und USB 5 V/2 A, Vorglüh-Modus, manuelle Starthilfefunktion
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 225 x 180 x 60 mm, Kabellänge 250/310 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 135 mm; Gewicht: 1.852 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Anleitung sehr ausführlich und sehr gut verständlich, sehr einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (um 3,5 Minuten Aufladezeit) und des Diesels (rund 4 Minuten); gute Verarbeitung; Preis noch im Rahmen

(-) Keine Tasche o. Ä. im Lieferumfang; Gehäuse ohne extra Kantenschutz; Polklemmen relativ groß und ggf. nicht motorradtauglich

Fazit: Das zweitgünstigste der "sehr ähnlichen" Geräte gibt sich keine Blöße und macht einen tadellosen Starthilfe-Job. Für Autofahrer eine sehr gute Wahl, beim Motorrad kann es eng werden – im wahrsten Sinne des Wortes.

auto motor und sport-Urteil: sehr gut

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UTRAI Jump Starter Jstar X1

  • Lieferumfang: Starthilfegerät, USB-Ladekabel, Aufbewahrungstasche
    Ausstattung: LC-Display mit Anzeige für Ladezustand Booster, Ladeeingang 12 V/5 A und USB 5 V/2 A
    Herstellungsland: China
    Abmessungen: (L x B x H) 255 x 115 x 49 mm, Kabellänge 270/270 mm (Plus/Minus), Polklemmen-Länge 95 mm; Gewicht: 1.106 g (inkl. Kabel und Polklemmen)

(+) Relativ ausführliche, gut verständliche Anleitung, einfache Bedienung; problemloses Starten der Benziner (Aufladezeit rund 6 Minuten); gute Verarbeitung; vergleichsweise kompakte Abmessungen; USB-Ladekabel und sehr robuste Tasche im Lieferumfang enthalten; Starthilfekabel vom Gehäuse trennbar; attraktiver Preis

(-) Dieselstart auch nach mehreren Versuchen nicht geschafft; Ladekabel für Zigarettenanzünder nicht im Lieferumfang enthalten

Fazit: Die Starthilfe für (eher hubraumschwache) Benziner klappt im Test einwandfrei, beim Test-Diesel scheitert das Gerät aber. Geräte- und Klemmengröße machen das relativ günstige Gerät ggf. motorradtauglich.

auto motor und sport-Urteil: gut

Die beiden günstigsten Produkte ganz vorn. Dahinter ein weitgehend sehr eng beieinanderliegendes Testfeld, das den Starthilfe-Job ebenfalls mit Bravour erledigt. Und selbst die beiden Schlusslichter sind eine Kaufüberlegung wert, wenn man ihren etwas eingeschränkten Einsatzbereich berücksichtigt. Um es kurz zu machen: Alle Testkandidaten haben ihre Praxistauglichkeit bewiesen. Bei vier Exemplaren (Elparts, GYS, Kunzer und Panther) darf der Kunde seine Kaufentscheidung ruhigen Gewissens nach dem aktuellen Angebotspreis richten; denn sie ähneln sich sehr.

So haben wir die Kondensator-Booster getestet

Für den Praxistest ging es mit den nagelneuen, im Spätherbst übers Internet erworbenen Testgeräten direkt in die Auto- und Motorradwerkstatt des norddeutschen Fachbetriebs Heller & Soltau nach St. Michaelisdonn/Dithmarschen. Dort galt es, den mit einer altersschwachen 75-Ah-Starterbatterie (acht Volt unter Last) bestückten Firmentransporter (Fiat Ducato, Bj. 2015, 2,3-Liter-Diesel) zum Leben zu erwecken. Firmenchef und Kfz-Meister Hauke Soltau (59) und Service-Beraterin Karina Borsutzki (37) beurteilten gemeinsam mit dem zuständigen Redakteur die Verständlichkeit der Bedienungsanleitungen, die Anwenderfreundlichkeit sowie Verarbeitungsqualität und natürlich die Starthilfe-Leistung der Testkandidaten.

Die "Diesel-Tests" waren bereits die anspruchsvollsten Versuche, danach wurde es für die Kandidaten vermeintlich einfacher: In unserer Werkstatt warteten ein Ford Fiesta (Bj. 2007, 1.3-Liter-Benziner) und eine Suzuki GSX 750 (Bj. 2003) mit ihren gezielt geschwächten, deutlich unter 10 Volt bietenden 44-Ah- bzw. 8-Ah-Starterbatterien darauf, den entscheidenden Starthilfe-Kick zu bekommen. Bei der Gelegenheit wurde auch noch mal besonders auf die Praxistauglichkeit der Anschlussklemmen und Kabel geachtet. Abschließend ging es für Mensch und Gerät ins Warme und zum Theorie-Programm: Messen, Wiegen, Erfassen der relevanten technischen Daten und erneute ausführliche Lektüre der Bedienungsanleitungen standen dabei auf dem Programm.

Die Vor- und Nachteile von Kondensator-Boostern

(+) Sie haben keinen integrierten Akku, es muss also nichts vorab geladen oder gepflegt werden, und es kann sich nichts selbst entladen.
(+) Sie können über Monate oder Jahre gelagert werden, ohne dass ihre Funktion beeinträchtigt wird.
(+) Die Umgebungstemperatur ist ihnen total egal, die zum Einsatz kommenden Kondensatoren sind völlig kälteunempfindlich.
(+) Sie verschleißen auch nicht weiter, zumindest nicht so, dass es die ersten zwei, drei Generationen ihrer Besitzer merken würden.
(+) Brandgefahr – bei falsch behandelten Lithium-Ionen-Akkus durchaus ein Thema – herrscht bei ihnen auch nicht.

Das Geheimnis ihres Erfolgs liegt darin, dass die Kondensator-Booster erst dann "aktiv" werden, wenn ihre Unterstützung gefragt ist. Den benötigten Startstrom ziehen die wartungsfreien Geräte innerhalb kürzester Zeit aus der Restenergie nahezu jeder noch so schwachen Starterbatterie – im zum Teil verfügbaren "Booster-Modus", der eine Art Batterie-Überbrückung darstellt, sogar aus extrem tiefentladenen Batterien. Die Betonung liegt dabei auf "schwach", bei defekten Batterien (Plattenschluss o. Ä.) können auch Kondensator-Booster keine Wunder vollbringen.

(-) Außer Starthilfe geben können die Geräte nichts. Gar nichts! Wer also eine integrierte Powerbank-Funktion benötigt, sollte doch lieber zum Akku-Booster greifen.
(-) Keine Licht-Funktion vorhanden. Eine gut geladene Taschenlampe oder ein Handy mit ebendieser Funktion sind also empfehlenswert, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, in der Dunkelheit im Motorraum oder im Batteriefach aktiv werden zu müssen.
(-) Kondensator-Booster sind oft deutlich größer und schwerer als vergleichbare Akku-Booster. Sobald es in Batterienähe beengter zugeht, gibt es mit den meisten Kondensator-Boostern Probleme, um sie in engeren Kontakt mit der schwächelnden Batterie zu bringen. Neben der Polklemmen-Größe sind dafür auch die viel zu kurzen Kabellängen verantwortlich. Ausnahme: Das eher für den reinen Werkstattbetrieb geeignete BC-Gerät, das aber wiederum mit seinen riesigen Polklemmen für Platzprobleme sorgen könnte und im Unterschied zu den anderen Probanden auch vorab am Netz oder einer vollen 12-Volt-Batterie (sehr kurz) aufgeladen werden muss.

Einfache und zuverlässige Starthilfe geben fast alle getesteten Booster, einzig Utrai schwächelt etwas beim großen Diesel. Die modernen Starthilfe-Zeiten haben unterm Strich also ziemlich erfolgreich begonnen.

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Das ist ein Kondensator

Grundsätzlich ist die Sache ganz einfach: Ein Kondensator ist ein Energiespeicher. Seinen Namen hat er vom lateinischen "condensare", was für "verdichten, zusammenpressen" steht. Gespeichert wird eine Elektrizitätsmenge, das Speichervermögen bezeichnet man als Kapazität, und die Maßeinheit dafür ist Farad (F). Nun gibt es aber zig verschiedene Kondensator-Bauarten, und genauso vielfältig sind ihre Aufgaben: Sie puffern, glätten, koppeln, unterdrücken und erledigen noch jede Menge andere Jobs, damit der Strom zuverlässig das macht, wofür er gedacht ist.

In den in dieser Geschichte behandelten Booster sollen die verbauten Kondensatoren möglichst schnell ganz viel Ladung aufnehmen und entsprechend zügig beim Startversuch auch wieder abgeben können. Zum Einsatz kommen dabei sogenannte Superkondensatoren. Der Begriff Ultrakondensatoren meint genau das Gleiche, und im Englischen heißen die Teile Supercapacitors/Supercaps oder auch Ultracapacitors/Ultracaps. Ein Superkondensator speichert die Energie durch elektrostatische Aufladung an einer Oberfläche. Das ist kein chemischer Prozess und der wesentliche Unterschied zur Energiespeicherung in einer Batterie. Superkondensatoren lassen sich viel schneller als Batterien aufladen, und sie haben auch eine sehr viel längere Lebensdauer. Sehr niedrige oder auch hohe Temperaturen stören sie nicht (Arbeitsbereich üblicherweise von minus 40 bis plus 65 Grad). Nachteile gibt’s auch: Sie können viel weniger Energie speichern als Batterien, benötigen für vergleichbare Leistung daher relativ viel Platz, und ihre Selbstentladung ist mit bis zu 20 Prozent pro Tag sehr hoch.  © auto motor und sport

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