Am 1. Dezember findet jedes Jahr der Welt-AIDS-Tag statt. Zum ersten Mal sind die Zahlen ins Positive gekippt: Mehr als die Hälfte aller mit HIV Infizierten erhielt eine Behandlung und Zugang zu Medikamenten. Außerdem hat sich die Zahl der Todesfälle, die in Zusammenhang mit AIDS stehen, weltweit halbiert. Insgesamt lebten 2016 laut UNAIDS 36,7 Millionen mit der Infektion.
Arbeit gegen Neuinfektionen zeigt erste Erfolge
Erfreulich ist, dass die größten Fortschritte auch in den Regionen stattfinden, die am stärksten von AIDS betroffen sind: östliches und südliches Afrika. Seit 2010 gingen die Neuinfektionen um 29 Prozent zurück, bei Kindern sogar um 56 Prozent.
Botswana, Namibia, Südafrika, Swasiland und Uganda sind in Afrika besonders betroffen. Hier wurde mittlerweile erreicht, dass 95 Prozent der HIV-infizierten Schwangeren behandelt werden, um nicht ihr Kind zu infizieren.
Wo gibt es noch Handlungsbedarf?
Kinder erhalten nach wie vor zu wenig Behandlung, wenn sie mit HIV infiziert wurden. Hier müssen sich dringend Fortschritte zeigen. Die Diagnose muss früher gestellt werden, damit die Kinder rechtzeitig behandelt werden können und die Sterblichkeitsrate sinkt.
Noch besser wäre es, wenn bereits die Schwangeren Medikamente erhalten, um die Gefahr der Übertragung auf den Säugling zu reduzieren. Denn: Die Infektion mit HIV noch im Mutterleib hat in der Kindheit sehr schnell einen Ausbruch von AIDS zur Folge.
Jugendliche Mädchen besonders gefährdet
Ebenso gibt es bei Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren noch Aufklärungs- und Handlungsbedarf. Das Wissen um die Krankheit, Tests, Behandlung und Prävention könnten noch deutlich verbessert werden. In Afrika ist AIDS die Haupttodesursache für Jugendliche; global gesehen die zweithäufigste.
In der Subsahara-Region ist das Risiko, sich mit HIV zu infizieren, für Jugendliche und vor allem für junge Frauen sehr hoch. Grund hierfür sind verschiedene Faktoren: Zuallererst haben sie einen niedrigeren sozialen Status. Dadurch leiden sie unter Armut und einer unsicheren Nahrungsmittelversorgung.
Ein weiterer Punkt ist, dass sie häufig unzureichend ausgebildet sind. Damit wissen sie oft nicht um Prävention wie Kondome oder um Wege aus der Armut und Abhängigkeit. All das macht sie für sexuelle oder geschlechtsbasierte Gewalt und ihre drastischen Folgen anfällig.
Was bleibt im Kampf gegen HIV/AIDS zu tun?
- Das Sicherstellen einer medikamentösen Versorgung von Schwangeren und Stillenden, um einer Infektion von Säuglingen entgegenzuwirken
- HIV-Tests bei allen gefährdeten Babys und Kindern
- Das Sicherstellen der Behandlung von infizierten Kindern und Jugendlichen
- Aufklärung und Prävention
- Schulbildung für alle Kinder, vor allem Mädchen
- Aufbau einer sicheren Umgebung mit Schutzeinrichtungen
Die Stiftung United Internet for UNICEF unterstützt den Kampf von UNICEF gegen AIDS. Das Ziel: Bis 2030 soll die Epidemie AIDS beendet werden.
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