Erneut ist es zu einer Welle tödlicher Angriffe auf Städte in der Ukraine gekommen, darunter Kiew, Krywyj Rih und Pokrowsk. In der Hauptstadt wurde das Okhmatdyt-Kinderkrankenhaus schwer beschädigt. Ersten Berichten zufolge wurden Dutzende Menschen getötet oder verletzt, darunter auch Kinder.

In den vergangenen Tagen und Wochen kam es in der Ukraine zu vermehrten Angriffen, bei denen Kinder getötet oder verletzt wurden. Wohnhäuser, Schulen und Krankenhäuser in Charkiw, Kiew und Dnipro sind zerstört - mit verheerenden Folgen für Kinder und ihre Familien. Viele der Kinder müssen in andere Krankenhäuser verlegt werden, andere mussten ihr Zuhause verlassen. An Schule ist aufgrund der Gefahr und Zerstörung kaum zu denken.

"Kinder dürfen nicht zur Zielscheibe werden und müssen geschützt werden", sagte Munir Mammadzade, UNICEF-Leiter in der Ukraine. Angriffe auf die zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser brächten Kinder in Lebensgefahr und müssten aufhören.

Rettungskräfte, Krankenhauspersonal und Freiwillige suchen noch immer nach Menschen, die unter den Trümmerteilen eingeschlossen sind. Ein UNICEF-Team unterstützt das Krankenhaus, unter anderem mit Trinkwasser, Hygieneartikeln und medizinischer Ausrüstung. Teams vor Ort verschaffen sich aktuell einen Überblick und stehen bereit, um weitere Unterstützung zu leisen.

Kinder brauchen besonderen Schutz

"Der Angriff auf das Okhmatdyt-Krankenhaus ist eine weitere brutale Erinnerung daran, dass Kinder in der Ukraine nirgendwo sicher sind", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Catherine Russell. "Krankenhäuser sollten sichere Zufluchtsorte sein." Kindern stehe gemäß dem internationalen Völkerrecht besonderer Schutz zu. "Die Zivilbevölkerung, einschließlich Kinder, müssen jederzeit geschützt werden", so Russell.

UNICEF leistet Hilfe in der Ukraine

Viele ukrainische Kinder müssen fliehen und können nicht weiter zur Schule gehen. Dies kann schwere Auswirkungen auf ihre Zukunft haben. Kranke und verletzte Kinder können nicht ausreichend medizinisch versorgt werden. Unsere Stiftung United Internet for UNICEF unterstützt seit Kriegsbeginn UNICEF in unterschiedlichen Bereichen.

So leistet UNICEF seit Kriegsbeginn Nothilfe für die Kinder und ihre Familien. UNICEF hat gemeinsam mit Partnern Schulen in Metrostationen in Charkiw eingerichtet, damit Kinder dort weiter lernen können. Anders ist Schule derzeit in der Ukraine an vielen Orten nicht möglich. Zudem versorgt UNICEF Krankenhäuser mit medizinischer Ausrüstung und Medikamenten. Mobile Gesundheitsteams reisen in Gebiete, die nur schwer zugänglich sind, und versorgen Kinder medizinisch. (UNICEF/cm)

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Teaserbild: © UNICEF/UNI608721/Filippov