Sogenannte Haarlinge, auch Katzenläuse genannt, befallen speziell nur diese Vierbeiner. Die Läuse sind unangenehm und lästig. Aber wie erkennst Du, dass Deine Stubentiger an ihnen leiden und was kannst Du tun, um ihnen zu helfen?

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Haarlinge bei Katzen – ein sehr unangenehmes Erlebnis für die Samtpfoten. Diese Katzenläuse befallen die Stubentiger und schaben mit ihren scharfen Mündern die oberen Hautschichten ab. Anders als normale Läuse oder Flöhe saugen sie jedoch kein Blut.

Das ändert jedoch nichts daran, dass die Viecher einen extremen Juckreiz bei Deinen Vierbeinern auslösen, der für sie sehr lästig ist – und auch für Dich vermutlich nicht angenehm zuzusehen. Wie kannst Du diese Parasiten bemerken? Und was kannst Du tun, um Deiner Katze eine Erleichterung zu verschaffen?

Wie erkennst Du, dass Deine Katze von Katzenläusen befallen ist?

Es gibt einige Möglichkeiten, einen Parasiten-Befall zu entdecken. Die hellgelben Haarlinge sind recht einfach mit bloßem Auge zu erkennen – sie setzen sich meist am Rücken und am Kopf Deines Stubentigers ab. Sollte Deine Fellnase Symptome zeigen, empfiehlt es sich, gerade diese Körperstellen genau abzusuchen.

Symptome von einem Befall sind vor allem vermehrtes Kratzen, Putzen und Lecken – Deine Mieze schüttelt dann auch häufig ihren Kopf, um den Parasiten von sich zu schütteln. Durch das ständige Kratzen können sich auch Kratzwunden und Krusten bilden, welche im schlimmsten Fall zu Infektionen führen können.

Stumpfes Fell kann ein Anzeichen sein.
Stumpfes Fell kann ein Anzeichen sein. © Foto: pixabay.com/ Barbara Danázs (Symbolfoto)

Außerdem verliert das Fell Deiner Kitty ihren Glanz und wirkt stumpf. Sehr starker Befall von Haarlingen kann auch zu Schuppen oder Haarausfall führen. Haart Deine Katze also, abgesehen von der Fellwechsel-Zeit sehr stark, kann das ein Anzeichen sein.

Wie hilfst Du Deiner Katze gegen ihre Katzenläuse?

Wie bei allen gesundheitlichen Ungereimtheiten empfiehlt es sich, den Tierarzt des Vertrauens aufzusuchen. Dort kann mithilfe einer Probe festgestellt werden, ob es sich hierbei wirklich um Haarlinge handelt, statt eines anderen Parasitenbefalls. Sollten es wirklich Katzenläuse sein, gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten.

Vom Tierarzt bekommt man meist ein Spot-On-Präperat verschrieben. Das funktioniert ähnlich, wie bei einer Floh-Behandlung. Dieses kannst Du in den Nacken der Mieze träufeln, dann verteilt sich die Flüssigkeit auf der Haut und dem Fell Deines pelzigen Begleiters und tötet die Katzenläuse ab. Statt eines Spot-On-Präperates ist es auch möglich, den Stubentiger mit einem Puder, einem Spray oder Shampoo zu behandeln.

Aber Achtung: Nur eine Behandlung mit einem der eben genannten Mittel reicht nicht aus. All diese töten zwar die Parasiten, nicht aber die Eier dieser. Mithilfe eines Nissenkamms kannst Du die Eier jedoch entdecken und herauskämmen – sie bleiben daran hängen und können nicht mehr im Fell Deiner Mieze schlüpfen.

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Sind Katzenläuse auf Menschen übertragbar?

Katzenläuse sind schnell auf andere Miezen im Haushalt übertragbar – also halte Deine befallene Samtpfote am besten fern von anderen tierischen Mitbewohnern. Um andere Menschen und Dich selbst, musst Du Dir jedoch keine Sorgen machen. Die Haarlinge bleiben stets bei Katzen und können Dich nicht befallen.

Auch bei der Behandlung oder dem Herauskämmen der Nissen können Dich keine Parasiten befallen – also keine Scheu beim Kampf gegen die kleinen Viecher. Deine Katze wird es Dir danken.  © Deine Tierwelt

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