• Hohe Kosten zwingen die Bäckereien dazu, ihre Preise zu überprüfen.
  • Viele Konsumenten befürchten daher massive Preiserhöhungen.
  • Die Angst, dass ein Brot bald zehn Euro oder mehr kostet, sind derzeit aber noch unbegründet.

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Schlechte Nachrichten für Brotliebhaber: Die Preise für Brötchen, Brezeln und Co. steigen weiter an. Das sagte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Daniel Schneider laut einer Pressemitteilung. Kosten für Personal, Energie und Rohstoffe, "zwingen die Bäckereien dazu, ihre Kalkulation zu überprüfen".

Die Befürchtung, dass ein Brot in naher Zukunft zehn Euro oder mehr koste, sei derzeit aber noch unbegründet. Derartige Bemerkungen seien offenbar seitens des Bauernverbands gefallen. Laut Schneider ist man davon "aber noch ein gutes Stück entfernt".

Offenbar geht man außerdem davon aus, dass sich der Wettbewerb zwischen Handwerks- und Industriebäckereien weiter zuspitzt. Laut "Handelsblatt" geben die Bäckereibetriebe die Preise anhand ihrer Kostenstruktur vor.

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Worin liegen die Ursachen für die Preiserhöhungen?

Neben Teuerungen für Energie und Rohstoffe – wie etwa Getreide – spielen auch die steigenden Personalkosten eine Rolle bei den Preiserhöhungen des Grundnahrungsmittels. Der gesetzliche Mindestlohn liegt seit 1. Januar 2022 bei 9,82 Euro pro Stunde und soll zum 1. Juli 2022 planmäßig auf 10,45 Euro ansteigen. Nach einem Gesetzentwurf des Bundesarbeitsministeriums soll er in diesem Jahr sogar noch auf zwölf Euro erhöht werden.

Durch den steigenden Mindestlohn müssten laut Schneider die Löhne der Bäckereifachkräfte erhöht werden, um sie von ungelernten Arbeitern abzuheben. Das Nachsehen hätten demnach vor allem Handwerksbetriebe. "Die Industrie spürt, weil es eben keine Handarbeit ist, den Druck aus den Personalkosten nicht", erläutert der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks.  © 1&1 Mail & Media/spot on news

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Die Lebensmittelpreise in Deutschland dürften nach Einschätzung der Handelsbranche weiter deutlich zulegen. Erste Handelsketten heben bereits ihre Preise an. Vorschaubild: imago images