- Kein Mundgeruch mehr, keine Zahnverfärbungen, kein Husten, bessere Haut, mehr Geld in der Tasche – nur ein paar Argumente, sich das Rauchen abzugewöhnen.
- Noch gravierendere Gründe, Nichtraucher zu werden, sind das erhöhte Risiko an Krebs zu erkranken sowie einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.
- Und trotz all dieser rationalen Argumente fällt die Raucherentwöhnung oft erstaunlich schwer. Mit diesen Hilfsmitteln ist man für den Kampf gegen den inneren Schweinehund gewappnet.
Der innere Schweinehund wird zum äußeren Sparschwein
Wer seine Ausgaben für Glimmstängel zusammenrechnet, ist meist unangenehm überrascht. Das lässt sich auch positiv nutzen: Wer das durch Nikotinentzug ersparte kleine Vermögen in einem Sparschwein ansammelt, um sich davon etwas Schönes zu kaufen, steigert seine Motivation zur Verhaltensänderung. Originell: Auf dieses Schweinchen kann man seine Motivationssprüche selbst schreiben.
Nichtraucher wie im Schlaf?
Wer Hypnose in der Mottenkiste von Magier-Shows verortet, tut dem Phänomen unrecht. Mittlerweile sind auch Krankenkassen dem Thema gegenüber aufgeschlossen. Bei der Rauchentwöhnung versetzt der Therapeut den Raucher in eine Art Halbschlaf. Im Trance-Zustand sollen die unbewussten Suchtmuster durch neue Verhaltensmuster ersetzt werden.
Das kleinere Übel: E-Zigaretten
Eine Studie der Public Health England (PHE) untermauert die These, der Umstieg auf E-Zigaretten könne Rauchern den schrittweisen Weg aus der Sucht erleichtern. Kritiker bezweifeln diese These. Langzeitstudien über die Wirkung der Alternative zur klassischen Kippe stehen noch aus. Fest steht: E-Zigaretten enthalten rund 90 Prozent weniger Schadstoffe, doch gar nicht zu rauchen bleibt die gesündeste Alternative.
Sanfter Entzug: Nikotin gegen Nikotin
Wie bei Drogen kann es beim Rauchstopp zu Entzugserscheinungen kommen. Damit Schlafprobleme, Nervosität, Reizbarkeit und andere unerwünschte Nebenwirkungen des gesünderen Lebensstils nicht die Motivation rauben, können Nikotinersatz-Präparate die harte Übergangsphase abfedern. Sie enthalten zwar Nikotin, allerdings ohne die giftigen Zusatzstoffe, die in Zigaretten stecken. Langfristig soll natürlich auch darauf verzichtet werden. Das Nikotin-Pflaster von Nicorette gibt über den Tag verteilt kleine Dosen an Nikotin ab.
Kaugummi statt Zigaretten
Als Alternativen zu Nikotin-Pflastern und -Spray empfehlen sich Nikotin-Lutschtabletten oder nikotinhaltige Kaugummis. Sie sollen gerade in akut-kritischen Situationen helfen, nicht aus Gewohnheit zur Zigarette zu greifen. Hier sollte das Ziel sein, die Dosierung Schritt für Schritt herunter zu setzen, bis man sich nicht die Glimmstängel, sondern auch den Ersatz abgewöhnt hat.
Die Pille danach: Globuli
Bei der Frage nach der Wirksamkeit von Globuli scheiden sich die Geister. Tatsache ist: Wer als Motivationsstütze auf dem Weg zum Nichtraucher nicht nur auf Zigaretten, sondern auch auf Nikotinersatz-Produkte verzichten will, bekommt mit Globuli für Raucher eine seelische Unterstützung, die ohne chemische Keule und Nikotin auskommt. Beispielsweise diese Saccharose-Globuli, die laut Hersteller "radionisch mit Bachblütenzusammenstellung informiert" sind.
Hören statt qualmen
Die Bücher von Allen Carr zählen zu den bekanntesten Ratgebern für angehende Nichtraucher. Seine Bestseller setzen auf die Hilfe zur Selbsthilfe. "Endlich Nichtraucher! Der einfache Weg, mit dem Rauchen Schluss zu machen" bietet eine Schritt-für-Schritt-Unterstützung mit Tipps für den neuen Alltag, Checklisten, konkreten Aufgaben und motivierenden Worten von einem, der die Sucht aus eigener Erfahrung kennt.
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