Ford ruft in Deutschland verschiedene Baureihen zurück. Insgesamt müssen mehr als 62.000 Fahrzeuge in die Werkstätten.
Ford muss wegen eines technischen Problems die Baureihen Fiesta, Puma und Tourneo Courier sowie dessen Nutzfahrzeug-Variante Transit Courier zurückrufen. Deutschlandweit sind insgesamt etwa 62.600 Autos von der Aktion betroffen. Medienberichten zufolge geht es weltweit sogar um mehr als eine halbe Million Fahrzeuge. Der Hersteller führt die Maßnahme unter dem internen Code "25S10". In der offiziellen Rückrufliste des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) taucht sie noch nicht auf. Entsprechend ist noch keine KBA-Referenznummer bekannt.
Scheuerstellen können Schäden verursachen
Wie ein Ford-Sprecher auf auto motor und sport-Nachfrage bestätigte, kann es bei den Fahrzeugen der genannten Baureihen zu Scheuerstellen zwischen dem Stützschild der Kraftstoffleitung und der Kraftstoffleitung selbst kommen. Dies kann zu Schäden an der Kraftstoffleitung führen, wodurch sich die Brandgefahr erhöht. Konkret geht es um diese Bauzeiträume und Anzahl von Fahrzeugen:
- Ford Fiesta: Produktionszeitraum Dezember 2021 bis Juli 2023: bis zu 10.000 Fahrzeuge
- Ford Puma: Produktionszeitraum November 2021 bis September 2024: bis zu 48.700 Fahrzeuge
- Ford Tourneo/Transit Courier: Produktionszeitraum März 2023 bis September 2024: bis zu 3,900 Fahrzeuge

Ford bittet seine Kundinnen und Kunden, ihre Vertragswerkstatt zu kontaktieren. Bei den Arbeiten werden die Kraftstoffleitungen auf Beschädigung überprüft und eine zusätzliche Schutzhülle montiert. Dies dauert etwa eine halbe Stunde. Bei Bedarf kann es passieren, dass einzelne Kraftstoffleitungen ersetzt werden müssen. Ist dies der Fall, beträgt der Arbeitsaufwand bis zu zwei Stunden. © auto motor und sport