Autofahrer kennen das Problem: Einmal ungünstig geparkt und schon ist das schöne Auto verschmutzt. Vogelkot, Honigtau und Baumharz sehen aber nicht nur unschön aus. Solche Verunreinigungen können den Autolack nachhaltig beschädigen. Das gilt übrigens auch für Insektenreste, die sich etwa bei Überlandfahrten mit hohem Tempo nicht vermeiden lassen.

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Grundsätzlich ist bei all diesen Verschmutzungen Eile geboten, da sie sonst zunehmend Schäden verursachen können. Sonneneinstrahlung trägt ihr Übriges dazu bei: Die Hitze auf der Oberfläche beschleunigt jene Prozesse, die den Lack förmlich zerfressen. Schuld an diesen Vorgängen ist die Säure, die in vielen der Verunreinigungen enthalten sind.

Vorsicht vor Vogelkot

Gerade bei Vogelkot gilt deshalb: Warten Sie bloß nicht zu lange mit der Reinigung. Das Problem mit den Hinterlassenschaften von Vögeln ist, dass diese den Lack bis auf die Grundierung angreifen. Ganz besonders dramatisch sind in diesem Zusammenhang hohe Temperaturen. Diese beschleunigen die schädlichen Prozesse zusätzlich.

Im Idealfall sollten Sie den Vogelkot deshalb entfernen, solange er noch feucht ist. Spezielle Reinigungsmittel benötigen Sie dafür nicht. Befeuchten Sie einfach ein weiches Tuch mit klarem Wasser. Trockene Tücher und Scheuerschwämme sind tabu, da diese den Lack beschädigen können. Entfernen Sie den Fleck rückstandslos und spülen Sie die betroffenen Stellen danach gründlich mit Wasser ab. Tipp für unterwegs: Rücken Sie der Verunreinigung mit Taschentuch und Mineralwasser zu Leibe.

Schwieriger ist die Entfernung von angetrocknetem Vogelkot. Diesen müssen Sie zunächst ausreichend einweichen, um den Autolack zu schonen. Das funktioniert zum Beispiel mit feuchtem Küchenpapier oder befeuchtetem Zeitungspapier, das Sie direkt auf den Fleck legen. Lassen Sie die Feuchtigkeit einwirken, damit die Hinterlassenschaft des Vogels weich wird. Je trockener der Vogelschmutz ist, umso länger die Einwirkzeit. Etwa 15 Minuten sollten Sie dafür einkalkulieren. Anschließend wischen Sie vorsichtig mit einem weiteren feuchten Tuch über den Fleck. Benutzen Sie stets reichlich Wasser, um die im Vogelkot enthaltene Säure ausreichend zu verdünnen.

Pollen, Honigtau und Baumharz ohne Rückstände beseitigen

Wer sein Auto unter einem Baum parkt, muss gegebenenfalls mit Verunreinigungen durch Pollen, Honigtau oder Baumharz rechnen. Da es sich bei Pollen meist lediglich um eine dünne, staubige Schicht handelt, genügt oftmals schon ein Regenschauer oder eine einfache Fahrzeugwäsche, um das Fahrzeug zu reinigen.

Draußenparker fürchten Linden ganz besonders. Schuld daran ist der sogenannte Honigtau. Die klebrige Schicht stammt von Blattläusen, die den Saft aus den Lindenblättern saugen. Hinzu kommen die herabfallenden Lindenblüten, die an der klebrigen Masse haften bleiben. Da der Honigtau dem Autolack mit längerer Einwirkzeit zunehmend schadet, sollten Sie den Honigtau schnellstmöglich entfernen. Idealerweise benutzen Sie dazu einen professionellen Dampfstrahler, wie Sie ihn bei Waschanlagen mit Waschboxen finden. Erst danach sollten Sie eine Autowäsche durchführen. Eine anschließende Hartwachs-Versiegelung kann künftige Anhaftungen verhindern.

Baumharz rückstandslos zu beseitigen gestaltet sich unter Umständen noch schwieriger. Frisches Harz können Sie mit einer Fahrt durch die Waschanlage entfernen. Dies empfiehlt sich übrigens auch bei getrockneten Harzflecken, bevor Sie diesen per Hand zu Leibe rücken. Wirksam gegen Harz ist Universal- oder Nitro-Verdünner. Geben Sie eine kleine, mit Wasser verdünnte Menge mit einem weichen Tuch unter sanftem Druck auf die Harzreste, um diese zu lösen.

Insektenreste schonend entfernen

Auch Überreste von Insekten können dem Autolack schaden. Wieder einmal ist eine zügige Reinigung besonders wichtig, um mögliche Lackschäden zu verhindern oder zumindest zu begrenzen.

Für die Entfernung frischer Insektenreste genügt normalerweise warmes Wasser und ein weiches Tuch. Statt Wasser können Sie natürlich auch spezielle Insektenentferner oder chemische Reinigungsmittel verwenden. Anschließend müssen Sie auf jeden Fall immer gründlich mit Wasser nachspülen.

Angetrocknete Insektenreste sollten Sie wie trockenen Vogelkot zunächst einweichen. Hierfür eignen sich feuchte Seiten von Tageszeitungen noch besser als Küchenpapier, da der im Zeitungspapier enthaltene Gerbstoff die Rückstände zusätzlich löst. Nach einer Einwirkzeit von maximal zehn Minuten sollten Sie den Insektenschmutz mit einem befeuchteten, weichen Tuch wegwischen können. Haben Sie bei der Reinigung chemische Mittel verwendet, sollten Sie im Nachhinein eine Politur einsetzen, um wieder eine Schutzschicht auf den Autolack aufzutragen.  © 1&1 Mail & Media / CF

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