Das mit dem Facelift klären wir gleich am Anfang, denn am Face des neuen Renegade-Jahrgangs wird genau gar nichts geliftet. Der kleinste SUV im Jeep-Modellprogramm bleibt 2024 karosserieseitig ganz der Alte, die üblichen Modellpflege-Retuschen etwa an Grill, Leuchten und Schürzen gibt es nicht. Dafür wurde im Innenraum stark modernisiert. Die Preise steigen moderat (siehe letztes Kapitel).

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Im Zentrum der Modellpflege steht die erweiterte Digitalisierung der Bordtechnik. Der neue Jeep Renegade ist voll vernetzt und online, was unter anderem "over the air"-Updates für neue oder überarbeitete Funktionen erlaubt. Außerdem kann über eine Smartphone-App auf das Fahrzeug zugegriffen werden. Fernbedienbar sind dabei die Zentralverriegelung und das Fahrzeuglicht.

Schneller und immer online

Jeep verspricht für den neuen Bordrechner eine fünf Mal schnellere Arbeitsgeschwindigkeit gegenüber dem Vorgänger. Das soll sich unter anderem durch schnellere Routenberechnung, flüssigere Reaktion auf Touch-Funktionen und eine Verbesserung der Sprachsteuerung auszahlen. Als Sprachassistent wird künftig Amazon Alexa eingesetzt.

Die neue Digitalwelt wird durch zwei neue Displays sichtbar. Die neue, volldigitale Armaturenanzeige des Kombiinstruments verfügt über 10,25 Zoll Diagonale. Neu ist auch der große Zentralbildschirm (10,1 Zoll). Der ist nicht mehr wie bisher in das Armaturen-Board integriert, sondern aufgesetzt montiert. Der Bildschirm ist 40 Prozent größer als das bisherige Modell und erlaubt mit Full-HD-Auflösung eine bessere Darstellung. Das wirkt sich unter anderem auf die gestochen scharfe Abbildung der Rückfahrkamera aus. Erstmals wird außerdem die drahtlose Einbindung von Apple Carplay und Android Auto möglich.

Neben den Displays kommt außerdem ein neues Lenkrad mit kleinerem Pralltopf zum Einsatz, das filigraner als das bisherige, recht wuchtige Steuer wirkt. Ein kleines neues Detail ist eine zusätzliche USB-Steckdose vor dem Schalthebel. Im Übrigen bleibt die Schalterlandschaft unter anderem für die Klima-Bedienung unverändert.

Bestellstart und Preis

Seit Anfang Februar 2024 ist der neue Modelljahrgang bei Jeep Deutschland konfigurierbar. Das Line-Up bleibt unverändert beim Mild-Hybrid mit Frontantrieb und 130 PS sowie den beiden Plug-in-Hybriden mit Allradantrieb und wahlweise 190 oder 240 PS Systemleistung. Automatikgetriebe sind Standard, beim Hybrid ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, bei den PHEV eine Sechsgang-Automatik.

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Für das neue Modelljahr strafft Jeep die einzelnen Varianten und führt wieder altbewährte Modellbezeichnungen ein, "High Upland" oder "S-Edition" werden durch eine teils von früher gewohnte Nomenklatur ersetzt. Nicht jede der drei Motorisierungen gibt es mit jeder Ausstattungsvariante. Das Basismodell Renegade E-Hybrid für 30.800 Euro wendet sich eher an Gewerbekunden. Beim Preis-/Leistungs-Verhältnis interessant erscheint der 4xe Overland, der für die 50 PS höhere Systemleistung lediglich 1.000 Euro Aufpreis gegenüber dem 4xe Altitude mit 190 PS kostet. Teuerste Variante ist der für leichte Geländeeinsätze optimierte Renegade Trailhawk als Plug-in-Hybrid mit 240 PS für 47.900 Euro.  © auto motor und sport

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