Der koreanische Autobauer Hyundai hat sich der Cloud Mobility verschrieben und dazu die Softwaremarke Pleos ins Leben gerufen, die ein vernetztes Mobilitätserlebnis schaffen soll.
Vorgestellt wurde die neue Softwaremarke auf einer Entwicklerkonferenz des Autobauers in Korea. Mit Pleos möchte Hyundai nach dem Software definierten Auto (SDV) ein komplett vernetztes Mobilitätserlebnis schaffen, das sich vom einzelnen Fahrzeug bis zu Flotten, von der Hardware bis zur Software und schließlich über die gesamten Mobilitätsinfrastrukturen und Städte erstreckt. Das Wort Pleos setzt sich aus dem griechischen "pleo" ("mehr") und der Abkürzung "OS" für Betriebssystem (Operating System) zusammen.
Alles über die Cloud vernetzen
Pleos ist eine Mobilitätssoftwareplattform, die alle beweglichen Geräte dabei unterstützt, autonom zu agieren und intelligent gemanagt zu werden. Sie vernetzt Transport und Infrastruktur samt Fahrzeugen, um Nutzern, Unternehmen und Kommunen zu helfen, eine freiere und effizientere Mobilitätsumgebung zu schaffen. Die Ende-zu-Ende-Softwareplattform integriert Hochleistungschips und -steuerungen, das Fahrzeugbetriebssystem (Vehicle OS), das Infotainmentsystem (Pleos Connect), das Flottenmanagement, die Cloud-Infrastruktur und Lösungen zur Optimierung von Mobilität und Logistik. Ziel ist es, alle Formen der Mobilität durch Software in der Cloud zu verbinden und kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Das komplette Technologiepaket soll eine Reihe von intelligenten Mobilitätsfunktionen wie autonomes Fahren, Fahrzeugkonnektivität, Datenanalyse in Echtzeit und optimierte Routenplanung ermöglichen. Auf dem Weg zur softwarezentrierten Mobilitätsumgebung führt die Hyundai-Gruppe ab dem zweiten Quartal 2026 das neue Infotainmentsystem Pleos Connect ein, das bis 2030 in mehr als 20 Millionen Fahrzeugen eingesetzt werden soll. Das Pleos-Paket beinhaltet darüber hinaus die offene Entwicklungsplattform Pleos Playground, die es Drittanbietern ermöglicht, mit ihren Anwendungen an das Hyundai-System anzudocken. Die Koreaner wollen dabei mit Partnern wie Samsung, Google, Naver, Socar und Unity zusammenarbeiten. © auto motor und sport