Sichere Geldanlagen – gibt es sowas überhaupt?

  • Private Anlegende können ihr Vermögen über unterschiedliche Wege vermehren.
  • Die einzelnen Anlageklassen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Sicherheit.
  • Wir stellen einige von ihnen näher vor und beschreiben, wie sicher sie sind.

Alle Bestenlisten hier in der Übersicht

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Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Vermögensanlage. Wer sein Geld sicher anlegen möchte, sollte die einzelnen Anlageklassen kennen, um dann seinen Anlagebetrag richtig aufzuteilen und so das Risiko zu senken. Hier stellen wir eine Auswahl von Geldanlagen vor, die den Ruf haben, besonders sicher zu sein.

Sparkonto und Tagesgeld

Auf diese Arten der Geldanlage gibt es bei deutschen Banken keine Zinsen mehr. Sie sind wegen der gesetzlichen Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro kontoinhabender Person als sehr sicher einzustufen. Sprich, wenn die Bank insolvent geht, bei der das Konto geführt wird, ist das Guthaben bis zu diesem Betrag sicher. Trotz der beinah nicht vorhandenen Kredite sind gerade Tagesgeldkonten ein empfehlenswerter Bestandteil der Anlagestrategie. Sie eignen sich, um einen Notgroschen zu parken bzw. anzusparen. Das Geld ist jederzeit verfügbar und dennoch vom Girokonto getrennt und kann auf diese Weise nicht versehentlich ausgegeben werden.

Das ING Extra-Konto kann gemeinsam mit einem ING-Girokonto oder Direkt-Depot eröffnet werden. Neu- und Bestandskunden erhalten mit 0,001 % p. a. einen eher symbolischen Zins. Zudem müssen sie ab einem Guthaben von 50.000 Euro ein jährliches Verwahrentgelt bezahlen, dieses beträgt 0,5 %.. Aus diesem Grund ist das Extra-Konto vor allem zum Aufbewahren einer Geldreserve zu empfehlen. Ferner eignet es sich als Sparkonto. Kunden können einen Sparplan einrichten und automatisch jeden Monat einen bestimmten Betrag auf die hohe Kante legen.

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Aktien und Fonds

Wer möchte, dass sich sein angelegtes Geld vermehrt, der investiert zum Beispiel in Form von Aktien in Unternehmensanteile. Aktien werden von Unternehmen herausgegeben, um an Kapital zu kommen. Wer Aktien erwirbt, wird zum Aktionär dieses Unternehmens und an dessen Gewinn in Form einer Dividende beteiligt, sofern eine ausgeschüttet wird. Außerdem kann der Anlagebetrag durch einen eventuellen Kursgewinn gesteigert werden. Ferner gelten Aktien als inflationssicher, da ihre Kurse automatisch die Inflation beachten – allerdings nur bei Inflationsraten bis zu 5 %.

Einzelne Aktien zu kaufen ist riskant, weil niemand weiß, wie sich ein Unternehmen in Zukunft entwickeln wird. Besser kann es sein, in Aktienfonds zu investieren, bei denen ein Fondsmanager das Geld der Anleger in viele verschiedene Aktien steckt. Eine andere beliebte Möglichkeit sind ETFs (Exchange-traded Funds). Das sind passiv gemanagte und börsengehandelte Fonds, die den Verlauf eines bestimmten Index zum Beispiel des MSCI World nachbilden, in dem sich sehr viele große Konzerne befinden. Anleger können sich damit an der Entwicklung ganzer Märkte beteiligen.

Aktien, Fonds und ETFs sind Wertpapiere. Wer mit ihnen handeln oder sie besparen möchte, benötigt ein Depot. Das ist bei fast allen Banken sowie bei vielen Onlinebrokern erhältlich. Vor seiner Eröffnung sollte ein umfassender Depotvergleich erfolgen, da sich die einzelnen Anbieter hinsichtlich ihrer Gebührenstruktur und der vorhandenen Handelsplätze unterscheiden. Es kommt also ganz darauf an, was mit dem Depot geplant ist. Eines der besten Depots für Aktien- und ETF-Sparpläne wird von Trade Republic angeboten. Es ist dauerhaft kostenlos, Sparplanausführungen kosten ebenfalls nichts und die Mindestsparrate liegt bei 10 Euro. Wer außerdem mit Wertpapieren handeln will, zahlt für jeden Trade pauschal 1 Euro.

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Kryptowährungen

Bitcoin und andere Kryptowährungen erfreuen sich bei Privatanlegenden wachsender Beliebtheit. Doch sind sie sicher? Oftmals wird gerade Bitcoin mit Gold verglichen, weil dessen Anzahl limitiert ist. Zudem ist die Wertentwicklung von Kryptowährungen nicht direkt vom Aktienmarkt abhängig und kann dadurch in Krisenzeiten besser performen. Andererseits handelt es sich um eine neue Anlageklasse, über deren Verhalten während Finanzkrisen noch nicht viel bekannt ist.

Ein wichtiger Punkt ist außerdem die sichere Aufbewahrung in sogenannten Wallets, entweder auf der Festplatte eines Computers oder in einem Cold Wallet, einer Art externer Festplatte. Das Problem ist, wenn die Hardware versagt, ist der Key (eine Art Geheimzahl, die den Zugriff auf die digitale Währung ermöglicht) unwiederbringlich verloren. Glücklicherweise bedeutet nicht jeder Festplattencrash den Verlust der darauf gespeicherten Kryptowährung. Wird eine interne oder externe Festplatte nicht erkannt, kann das mit diesen Schritten eventuell behoben werden. Falls nicht, hilft möglicherweise eine Datenrettungssoftware.

Anleihen und Kredite

Manche Anleger handeln mit Schuldverschreibungen, zum Beispiel in Form von Unternehmens- oder Staatsanleihen. Das heißt, sie leihen einem Unternehmen oder einem Land für eine bestimmte Zeit Geld. Das bekommen sie am Ende der Laufzeit zurück, außerdem erhalten sie jedes Jahr eine Zinszahlung. Je größer das Risiko eines Zahlungsausfalls ist, desto höher ist der Zinssatz. Außerdem sind Anleihen börsengehandelt, sodass der Kursgewinn eine weitere Renditemöglichkeit darstellt. Im Falle einer Insolvenz werden Anleihengeber aus der Insolvenzmasse vor Aktionären bedient, daher sind Anleihen etwas sicherer als Aktien.

Eine weitere Variante sind Peer-to-Peer(P2P)-Kredite, also Darlehen von privat zu privat. Meistens treten mehrere Personen gemeinsam als Geldgebende auf. Ihr Investment erhalten sie nach einem festgelegten Zeitraum inklusive Zinsen zurück. Beide Parteien finden auf speziellen Plattformen zusammen. Eine davon ist der Kreditmarktplatz Auxmoney. Dort können Personengruppen wie Selbstständige, Studierende oder Antragstellende mit negativem Schufa-Eintrag einen Kredit bekommen, die bei Banken mit hohen Zinsen oder einer Ablehnung rechnen müssen. Wie hoch die Rendite ist, hängt von der Bonitätsklasse ab, in die Auxmoney die Personen einteilt, die sich um ein Darlehen bewerben. Investitionen in einen Kredit sind ab 25 Euro möglich. Wichtig ist, die Kreditprojekte sorgfältig auszuwählen, um die Geldanlage divers und mit niedrigem Risiko zu gestalten.

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Sachwerte

Zu Sachwerten als Geldanlage gehören unter anderem Immobilien oder Gold sowie bestimmte Gegenstände wie Kunst, Schmuck oder Autos. Ihr Wert ist unabhängig von Börsenschwankungen und dadurch handelt es sich um krisensichere Investitionen.

Vor allem Immobilien gelten als beliebte und sichere Kapitalanlage. Sie können eine hohe Rendite abwerfen und sind gleichzeitig mit Risiken verbunden. Denn es gibt direkte und indirekte Möglichkeiten, in sie zu investieren. Am bekanntesten ist das Eigenheim. Dieses passt jedoch zu allen Personen und Lebensstilen. Durch den dafür nötigen Hauskredit und die damit einhergehende langfristige finanzielle Verpflichtung ist ein eigenes Haus als riskante Anlageform zu werten. Dasselbe gilt für Wohnungen oder Häuser, die gekauft werden, um sie an Dritte zu vermieten. Oft genug setzen Anlegende bei solchen direkten Investitionen alles auf eine Karte, statt das Risiko zu verteilen. Außerdem sind sie nur mit einem hohen Startkapital und der Bereitschaft, einen Kredit aufzunehmen, möglich.

Offene Immobilienfonds sind weniger riskant und haben mehr Vorteile. Sie funktionieren wie Aktienfonds, das Geld vieler Anlegender wird in unterschiedliche Immobilienprojekte investiert. Dadurch ist das Risiko gestreut und der Einstieg ist mit geringeren Summen möglich. Zudem sind offene Immobilienfonds börsengehandelt und können jederzeit an die Fondsgesellschaft zurückgegeben werden.

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